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Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln

Albert-Einstein-Gymnasium Hameln

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Der Pressespiegel - das Schulleben
 

(DEWEZET v. 10.12.2009)

"Du bist klebrig" und andere Nettigkeiten

Hameln (amg). Wegen knuspriger Croissants und Baguettes muss man nicht nach Paris fahren. Und wer unbedingt seine französischen Sprachkenntnisse aufpolieren möchte (oder muss), der kann viele Möglichkeiten nutzen. Aber trotzdem werden regelmäßig die Koffer gepackt, um im Rahmen des guten, altmodischen Schüleraustausches per Bus und Bahn zu einer Reise nach Frankreich aufzubrechen: Um Land und Leute hautnah kennenzulernen, um zu pauken – und das sogar gern und freiwillig!

AustauschVor 20 Jahren wurde am Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) der Schüleraustausch mit einem Pariser Collège begonnen, und bis heute reißen sich die Schüler darum, mindestens einmal dabei zu sein: "Auf 25 Plätze kommen schon mal 50 Bewerbungen", sagt Rainer Dannenberg. Von Anfang an organisiert der Lehrer für Französisch und Politik/Wirtschaft den Schüleraustausch zwischen dem AEG und dem Collège Fénelon in Paris und begleitet die Kinder während des Aufenthalts im Gastland. Der Schüleraustausch erfreut sich gerade deswegen ungebrochener Beliebtheit, weil er eine "Seele" hat. "Er macht erlebbar, dass es sich immer wieder lohnt, dauerhafte menschliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen", würdigt Rainer Dannenberg die Partnerschaft zwischen den Einsteinern und den "corres" (Abkürzung für correspondants, den Partnern in Paris). 1360 Jungen und Mädchen sind in den vergangenen 20 Jahren zwischen Paris und Hameln "ausgetauscht" worden.

Da gibt es natürlich auch zahllose Anekdoten, die oftmals auf sprachliche Missverständnisse zurückzuführen sind. Redewendungen, die in der eigenen Sprache gang und gäbe sind, können, wenn sie linear in die Fremdsprache übersetzt werden, schon mal eine unerwartete Wende in einer guten Beziehung verursachen. So etwa in einem Fall, als eine deutsche Austauschschülerin ihrer Französin aus lauter Bewunderung nicht von der Seite wich: "Tu es vraiment collante", stellte diese schließlich fest. Worauf die Deutsche um Übersetzung des Wortes collante bat. Die Französin musste das Wörterbuch bemühen und fand dort für die Redewendung "Du bist wie eine Klette" die Lösung: "Du bist klebrig." Oh là là... aber das kommt eben davon, wenn man ein einsprachiges Wörterbuch benutzt.

 

 

(DEWEZET v. 20.06.2009)

"Ein sehr erfolgreicher Jahrgang"

Hameln (wft). "Ihr seid jetzt Teil einer Elite, auch als Persönlichkeiten und Charaktere. Es gibt für euch eine neue Freiheit, aber auch eine neue Verantwortung." Mit diesen Worten verabschiedete Wolfgang Weber, Leiter des Albert-Einstein-Gymnasiums, 98 Abiturienten mit dem Reifezeugnis in die Zukunft von Studium oder beruflicher Ausbildung. "Die Anforderungen werden steigen", sagte Weber bei der festlichen Verabschiedung, "aber Sie werden sich erfolgreich darauf einstellen."

Es sei ein "sehr erfolgreicher Jahrgang", betonte der Schulleiter. Zwanzig der Abiturienten hätten mit einer Eins vor dem Komma abgeschnitten. Weber: "Das sind so viele wie noch nie." Und auch insgesamt habe der Jahrgang gut abgeschnitten – "besser als der Landesdurchschnitt im vergangenen Jahr", wie Weber hervorhob.

Bürgermeisterin Ursula Weber (Grüne) gratulierte den Absolventen im Namen der Stadt und meinte: "Für Sie beginnt jetzt gewissermaßen eine neue Zeitrechnung." Durch die Ausbildung am Gymnasium "sind Sie optimal auf die schwierigen Herausforderungen dieser Zeit vorbereitet".

Eine heiter-ironische Rede mit bissigen Seitenhieben hielten Melissa Heise und Johann Sieveking für die Abiturienten, doch gab es auch Lob von ihnen für "viele engagierte Lehrer".

Für das Lehrerkollegium beklagte Rolf Centner den herrschenden "Bildungsreformismus", bei dem in immer kürzeren Abständen eine neue "bildungspolitische Sau durchs Dorf gejagt" werde. Dennoch sei es gelungen, auch diesen Jahrgang zu eigenständig denkenden Menschen zu erziehen, "zu Menschen, die der Realität ins Auge sehen und sie meistern".

Abitur 2009
Bürgermeisterin Ursula Wehrmann (Grüne) mit den drei besten Abiturientinnen
des AEG (v.l.n.r.): Karen Piontek, Sarah Gockel und Elena Hilgenberg schlossen
das Abitur mit der Note 1,3 ab.

 

 

(DEWEZET v. 10.06.2009)

So rechnen echte Kängurus

Das Känguru hüpft nicht nur umher – anscheinend kann es auch rechnen! Denn beim sogenannten "Känguru-Wettbewerb" gilt es jedes Jahr, in 75 Minuten zu beweisen, wie gut man sich in der Welt der Zahlen zurechtfindet.

Ziel ist, mit abwechslungsreichen Aufgaben die Freude der Schüler an der Mathematik zu fördern – von Langeweile also keine Spur! Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist natürlich an die jeweiligen Klassenstufen angepasst, damit jeder Schüler eine faire Chance bekommt.

Hamelner sahnten ab

Benannt ist die Aktion nach dem australischen Beuteltier, weil es darum geht, möglichst viele Sprünge von Aufgabe zu Aufgabe machen. Also eine möglichst hohe Zahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten hinzubekommen.

Der "Känguru-Tag" findet seit 1995 immer im März statt, teilnehmen können alle Schüler von der 3. bis zur 13. Klasse. Am Ende bekommt jeder Schüler eine Urkunde, und bei besonders guten Leistungen winken unterschiedliche Preise wie zum Beispiel Experimentierkästen und Strategiespiele.

In diesem Jahr haben bei dem Wettbewerb am 19. März auch wieder Schulen aus Hameln und Bad Pyrmont teilgenommen – und alle können jetzt Erfreuliches berichten:

Das Hamelner Albert-Einstein-Gymnasium meldet 512 Teilnehmer – hier gab es mit Maximilian Nutt (6Fc) und Moritz Blumenthal (8NF) zwei Erstplatzierte. Ebenfalls nahm das Schiller-Gymnasium in Hameln am "Känguru-Wettbewerb" teil: Von den 110 Schiller-Schülern belegte Raphael Rox (5c) den ersten Platz. In Bad Pyrmont hat das Humboldt-Gymnasium unter 36 Teilnehmern zwei Drittplatzierte vorzuweisen.

Vom Hamelner Viktoria-Luise-Gymnasium haben insgesamt 273 Schüler mitgemacht, von denen drei einen zweiten Platz belegt haben: Fenja Tänzer (5f), Kira Zobott (7f) und Laura Herzog (7f), die bereits das zweite Mal in Folge Zweite wurde. "Mathe ist interessant, man kann viel damit machen", meint sie und fügt schüchtern hinzu, dass es aber eigentlich nur ihr zweites Lieblingsfach sei. Deutsch macht sie noch lieber. – Im nächsten Jahr will Laura aber wieder mitrechnen. Vielleicht reicht es dann ja sogar für Platz eins.

Spaß an Mathe: Laura Herzog war beim "Känguru-Wettbewerb" schon zwei Mal erfolgreich. WR

 

 

(DEWEZET v. 27.05.2009)

Schon vor der offiziellen Einweihung schmeckt’s am AEG

Hameln (git). Die Pizzadienste haben bei den Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums mittlerweile nicht mehr so leichtes Spiel. Denn mit der neuen Mensa gibt es inzwischen ein abwechslungsreiches Mittagsmenü-Angebot. Seit Mitte April ist Mensa-Chefin Sylvia Seitz im Dienst. Wenn der für rund eine Million Euro errichtete Speisesaal morgen offiziell eingeweiht wird, dann können bereits die Erfahrungen mit dem laufenden Betrieb in die Reden einfließen.

Vormittags ist Seitz zunächst die Herrin über 400 Brötchen. "Der Renner sind zur Zeit die Frikadellenbrötchen", berichtet sie. Der 350 Quadratmeter große Anbau mit Terrasse und 180 Sitzplätzen steht auch für die Schüler der angrenzende Sertürner-Realschule zur Verfügung. Mittags werden regelmäßig 200 Essen ausgegeben. Gestern zum Beispiel konnten die Schüler zwischen Spargel mit Sauce hollandaise, Gulaschtopf und einem Feta-Tomaten-Pfännchen wählen. Für den Spargel hatte Sylvia Seitz bereits um 6 Uhr auf dem Hamelner Wochenmarkt vorbeigeschaut und 20 Kilogramm des Frischgemüses eingekauft. Angebot und Nachfrage müssen sich vor allem beim Mittagessen noch einpendeln, räumt die selbstständige Betreiberin der Mensa ein. "Gleich in der ersten Woche zeigte sich, dass der Konvektomat, ein Kombidämpfer, für die Anzahl der gewünschten Essen nicht ausreichte", erklärt sie. "Schuldirektor Wolfgang Weber hat sofort reagiert: Aus einem Sponsorentopf der Eltern wurden zwei Heißluftöfen zusätzlich angeschafft." Nach Pfingsten wird es eine weitere Verbesserung geben: Das Mittagessen kann dann vorbestellt werden. Seitz hatte mit einem Probeessen und ihrem Konzept bei der Jury der Schule Zustimmung gefunden.

"Wichtiger Bestandteil einer Ganztagsschule"

Michael Serafin, Sophie Helen Meier, Lisa Fischer und Corinna Kornas aus dem Jahrgang 12 werden noch für ein Jahr die Mensa nutzen können. Die Vier essen gerne dort. "Ich bin im Schulvorstand. Dort haben wir uns für das Ganztagskonzept stark gemacht. Ich finde die Mensa ist ein wichtiger Bestandteil dazu", erklärt Sophie Helen Meier. "In der alten Cafeteria konnten nur einfache Essen wie Milchreis oder Würstchen zubereitet werden, jetzt haben wir immer drei Gerichte zur Auswahl", lobt Michael Serafin. Corinna Kornas möchte sich in der "Abi- Denkmalsgruppe 2010" für eine weitere Innenverschönerung der neuen Mensa engagieren.

 

 

(DEWEZET v. 15.05.2009)

Erika Mann: "Wir Politiker sind keine Aliens aus Brüssel"

Hameln (tk). "Wie stellen Sie sich die Zukunft der EU vor – Bundesstaat oder Staatenbund?" "Welche Kontrollmöglichkeiten gibt es für die Verwendung von Geldern?" "Wie kann ein EU-gleicher Bildungsstandard erreicht werden?" Die 110 Schüler der fünf Klassen der Jahrgangsstufe 11 des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) konfrontierten Erika Mann, Mitglied des Europäischen Parlaments in Brüssel, mit "den schwierigsten Fragen überhaupt" und scheuten auch die Diskussion mit der Europaabgeordneten nicht. Sie war überrascht von dem ausgeprägten politischen Verständnis und der Wissbegierde der Schüler. "Mir ist es sehr wichtig an die Schulen zu gehen", sagt Mann, denn dort bekäme man direkte und unverblümte Fragen gestellt, die eine echte Herausforderung seien – auch und obwohl sie schon lange im politischen Geschäft sei. An den Reaktionen der Schüler merke sie, dass das Thema Europa "sehr gut ankommt" und mittlerweile so selbstverständlich ist, "wie einem Deutschland nah ist". Schwieriger sei es allerdings mit der Arbeit der EU. Diese sei nur schwer vermittelbar "und das liegt daran, dass wir alle zu wenig darüber reden", meint Mann. Und: "Würden wir alle soviel über die EU reden und schreiben wie über Obama, dann hätten wir ein ganz anderes Bild." Ein Schlüsselwort für Mann, um jungen Menschen das abstrakte Gebilde der EU nahezubringen. "Transparenz durch Erzählen und positive Bilder – damit erreichen wir die jungen Menschen, aber dafür müssen wir raus, zum Bürger hin." Denn, so fährt sie fort, "wir Politiker sind keine Aliens aus Brüssel", sondern Menschen zum Anfassen, die auch mal keine Antwort parat hätten.

Bei der Diskussion in der Aula des AEG war Mann um keine Antwort verlegen. Weder beim Thema EU-Beitritt der Türkei, noch dann, wenn es um ganz konkrete Ängste der Schüler ging: Sorgen um zukünftige Arbeitsplätze, den Frieden in Europa oder um die Umwelt. Schüler Tobias Krüger (17) war beeindruckt von der Diskussion: "Ich habe in manchen Punkten zwar eine andere Sichtweise, aber die EU ist für mich menschlicher geworden."

 

 

(DEWEZET v. 8.05.2009)

AEG lädt ein zum Schnupperunterricht

Hameln (red). Schnuppertag am Albert-Einstein-Gymnasium: Am Freitag, 15. Mai, lädt das AEG im Schulzentrum Nord alle Schüler der vierten Klassen und ihre Eltern ein. Neben allgemeinen Informationen rund um das Gymnasium wird an diesem Tag auch Unterricht zum Mitmachen in den Fächern Französisch, Latein, Mathematik und in den Naturwissenschaften angeboten. Der Schnuppertag beginnt am Morgen um 8 Uhr mit einer Begrüßung in der Aula der Schule. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

(DEWEZET v. 9.10.2008)

AEG auf dem Weg zum "Haus des Lernens"

Grundsteinlegung für die neue Mensa / Lippmann: "Bildung steht ganz oben auf der Liste"
 

Hameln (wft). Die Fundamente sind bereits gesetzt, die Baustelle ist in vollem Betrieb, nur der Grundstein für die neue Mensa am Albert-Einstein-Gymnasium fehlte noch. Gestern wurde dann auch dieser feierliche Akt vollzogen und die Metallkapsel mit Bauzeichnungen und aktueller Dewezet von Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann, Schulleiter Wolfgang Weber und dem Ersten Stadtrat Eckehard Koss im Beisein zahlreicher Mitglieder des Rates, der Lehrer und selbst einiger Ehemaliger eingemauert.

199 Plätze für eine Million Euro

Insgesamt eine Million Euro kostet die für 199 Plätze ausgelegte Mensa, die nach energiesparendem Passivhaus-Standard gebaut wird und deshalb den ehemals geplanten Kostenrahmen von 920000 Euro nun um 80000 Euro überschreitet. Weitere 65000 Euro steuern die Eltern der AEG-Schüler bei, um die Küchenausstattung und die technischen Anlagen der 350 Quadratmeter großen Mensa zu verbessern, die vom Architekten-Team Nasarek geplant wurde.
Da die Mensa auch für die Schüler der benachbarten Sertürner-Realschule errichtet wird, können sich von Ostern an rund 1600 Mädchen und Jungen in der Einrichtung mit Essen versorgen lassen, wie OB Lippmann gestern erläuterte.
"Bildung steht ganz oben auf der Liste der Stadt", betonte Lippmann und verwies dazu auch auf den für das Jahr 2009 geplanten Mensa-Neubau für das Schiller-Gymnasium. Mit den neuen Angeboten werde sowohl die Attraktivität der Gymnasien gesteigert als auch die des Schulstandortes Hameln insgesamt. "Diese Anstrengungen lohnen sich."
In der Praxis sind inzwischen alle Hamelner Gymnasien Ganztagsschulen, das AEG ist es seit diesem Schuljahr auch ganz offiziell. Und mit der neuen Mensa und einem neuen pädagogischen Konzept, soll das Gymnasium ein "Haus des Lernens" werden, wie Schulleiter Weber in seiner kurzen Dankesrede betonte.


 
(DEWEZET v. 25.9.2008)

Statt Schule eine Woche harte Managerarbeit

19 Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums testen ihr Können im Rahmen eines Unternehmensspiels
 

Hameln/Aerzen (khr). Spielleiter und Moderator Andreas Mätzold hatte sich eine schwere Aufgabe für die Gymnasiasten des "Albert Einstein" ausgedacht: Für einen internationalen Handelskonzern sollte unter Verwendung eines neu entwickelten faltbaren Displays ein Familien-Zweit-PC konzipiert werden. Neben der Internetanbindung mussten die Funktionen einer elektronischen Zeitung sowie eines modernen Kommunikationskomforts gegeben sein. Mehr als 100 Euro durfte die Neuheit nicht kosten.

Sinnvolle Ergänzung zum Schulunterricht

Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit stellten sich die "Vorstandsmitglieder" aus den 10. und 11. Klassen des AEG einer Jury – Vertreter aus Unternehmen des Weserberglandes ermittelten den Sieger. Ziel dieses Unternehmensplanspiels sei es, den Schülern die komplexen Vorgänge des Wirtschaftens und das Spek-trum der unterschiedlichen Berufe nahe zu bringen, betonte Barbara Schneider von der Stiftung Niedersachsen-Metall. Insbesondere die technischen Berufe, bei denen großer Bewerbermangel herrsche, sollten in den Vordergrund gestellt werden. Getragen wird das Projekt durch die Mitgliedsbetriebe des Arbeitgeberverbandes Niedersachsen-Metall und der Agentur für Arbeit. Gastgebende Firma war diesmal die Aerzener Maschinenfabrik und deren Geschäftsführer Klaus Hasso Heller.

Die Lehrer vom AEG, Studiendirektor Peter Esch und Studienrat Bernd Hundertmark, sehen das Unternehmensplanspiel als sinnvolle Ergänzung zu ihrem Unterrichtskonzept. Neue Lernformen erproben, Schüler zur Teamarbeit führen, agieren statt reagieren, Schlüsselqualifikationen in der Kommunikation erwerben – das alles könne Schule alleine nicht leisten. Man suche daher die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Die 19 Schüler des AEG hatten sich in drei Gruppen aufgeteilt. Als Vorstände der Scalcs, Famos und ZAP AG wurde im Wettstreit miteinander um die Entwicklung des besten Konzeptes gerungen. Aufgabe war es, den PC mit faltbarem Display zu entwickeln. Sie mussten Herstellungskosten kalkulieren, Preise ermitteln und das Werbekonzept erarbeiten. "Eine spannende Sache, aber auch äußerst anstrengend." Und: "Ein Zehnstundentag war normal. Am Tag vor der Präsentation ging es bis spät in die Nacht", für eine Gruppe sogar bis drei Uhr morgens.

"Der Arbeitsaufwand war extrem, und nach dem ersten Tag hätte ich am liebsten alles hingeschmissen", bekennt Lisanne Lambrecht freimütig. "Auch um solche Erfahrungen" ginge es bei dem Unternehmensplanspiel, erläutert Spielleiter Mätzold. Die Mitspieler müssten Durchhaltevermögen beweisen, zur Teamarbeit finden, andere Meinungen respektieren und für die eigene Überzeugung kämpfen – das seien "Schlüsselqualifikationen, die hier geübt werden."

"Wir haben gelernt, im Team zu arbeiten"

Die Vorstandsteams – Mädchen waren übrigens in der Überzahl – mussten die Erfahrung machen, dass sich das "fröhliche Angezicke" zum Aufwärmen nicht auszahlte. "Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, im Team zusammen und nicht gegeneinander zu arbeiten, und wie man mit Stresssituationen umgeht", erläutern der Mann im Team, Titus Weinrich, und seine Vorstandskollegin Katharina Ulbrich. Für Lena Schillig sind Berufe in der Wirtschaft "interessanter geworden", auch wenn sie sich noch nicht genau festlegen wollte. "Das Konkurrenzdenken zwischen den drei Vorstandsgruppen war schon ziemlich ausgeprägt", berichtet Maja Sach. An ihren Mitschülern habe sie ganz neue Seiten entdeckt – "und nicht nur positive" – bemerkt dazu Christin Menking. Aber sie habe auch gemerkt, wie kreativ sie sein könne und tolle Erfolgserlebnisse als Designerin gehabt. Für alle war es eine besondere Erfahrung, Leute aus der Wirtschaft kennenzulernen und wie echte Vorstandsmitglieder behandelt worden zu sein. Im Business-Dress stellten die Schüler ihre Weltneuheit vor. Professionell wurden die Vorzüge wie exklusives Design, Akkulaufzeiten, 24-Stunden-Service und Sicherheitsfeatures herausgestellt. Die Jury simulierte kritische Einkäufer. Selbst an kleine Aufmerksamkeiten wie Käsehäppchen oder Ansteckschmetterlinge hatten die Vorstände gedacht, um die Einkäufer positiv zu stimmen. Mit kritischen Fragen konnten die Kunden die Profis vom AEG kaum in Verlegenheit bringen – im Zweifel verwies man auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten oder Betriebsgeheimnisse. Die Entscheidung musste deshalb denkbar knapp ausfallen. Mit einem Punkt Unterschied siegte das Team der ZAP AG. Aber eigentlich gibt es nur Gewinner. "Denn mit der Urkunde über die Teilnahme am Unternehmensplanspiel hat man bei einer Bewerbung immer einen Vorteil", bemerkte Barbara Schneider von der Stiftung Niedersachsen-Metall.

 

 

(DEWEZET v. 8.7.2008)

Großes Engagement für die neue AEG-Mensa

Spendensammlung bei Sommerfest und Schulkonzert des Gymnasiums brachte 2500 Euro ein
 

Hameln (amg/re). Die einen Schüler machten Musik, andere spielten Theater – und das nicht nur, um den Gästen attraktive Darbietungen zu präsentieren und zu zeigen, was sie in den Arbeitsgemeinschaften gelernt haben. Das diesjährige Sommerfest am Albert-Einstein-Gymnasium stand vor allem im Zeichen des Mensa-Neubaus.
"Die Schule steuert 60000 Euro bei – um das Geld zusammenzubekommen, sind wir auf Spenden angewiesen", sagt Schulleiter Wolfgang Weber. Der Löwenanteil werde vom Förderverein der Schule und vom Caféteria-Verein beigesteuert. "Aber es fehlen noch etwa 15000 bis 20000 Euro", so Weber. Dass das Projekt breite Unterstützung findet, zeigte sich in der Großzügigkeit der Besucher.
Zum Schuljahresende zeigten Schüler der Theater-AGs ihr Programm. Märchenhaft das erste Stück vom Froschkönig Fridolin gespielt von Jungen und Mädchen der fünften und sechsten Klassen unter der Leitung von Sylvia Jütte. Witzig, einfallsreich und eine Eigenkreation das zweite, das – wenn auch unvollendet – Premiere feierte. Was die Siebt- und Achtklässler gemeinsam mit ihrer Lehrerin Victoria Eder auf die Beine gestellt haben, erhielt verdientermaßen großen Applaus: Der Grundstock der Geschichte um "Björn, das Supersofa" – so der vorläufige Titel – wurde vorgegeben. Den Rest schrieben die Schüler während einer dreitägigen Freizeit der AGs Musik- und Theater selbst.
Ebenfalls dem Mensa-Neubau gewidmet war ein gut besuchtes Benefiz-Konzert in der Aula des AEG, dessen Erlös dem Neubau der Mensa zugute kommen soll. Mit der zweiten Sonatine von Boris Blacher eröffnete Eva-Maria Olschimke am Klavier das Konzert. Der Vorchor präsentierte die Songs "Ding-a-dong", "Love is all around" und "Zum Tanze da geht ein Mädel". Das Vororchester spielte die Stücke "Final Countdown", "We are the champions" und mit viel Rhythmus "Oye como va". Mit den Liedern "For the longest time", dem Gospel "Leave it there" und dem Sprechgesang "Jetzt ist Sommer" gab der Chor unter Begleitung von Eva-Maria Olschimke (Klavier) und Christopher Lange-Kabiz (Saxofon) sein Debüt.


Auszeichnungen für jahrelanges Engagement/b>

Das Orchester der Schule spielte ein Medley von "The Phil Collins Collection" und dem "Tarzan Soundtrack Highlights". Bevor die Big Band mit den Stücken "Cappuccino", "Chamäleon" und "Blast off" auftrat, sangen und spielten der Vorchor, Chor und das Orchester gemeinsam das afrikanische Lied "Dry your tears, Africa". Alle beteiligten Akteure erhielten viel Applaus. Schulleiter Weber bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei der Chorleiterin Claudia Gottschalk, dem Orchesterleiter Michael Brown und dem Big Band-Leiter Maurice Laurenz.
Der erste Vorsitzende des Fördervereins, Friedrich Niehage, überreichte den Abiturienten Birte Krebbel, Christoffer Lange-Kabiz, Eva-Maria Olschimke, Stephan Rösemeier, Christian Ruß und Elisabeth Roth für ihr jahrelanges Engagement in der Musik an der Schule einen Büchergutschein. Nach einer kurzen Pause ging es dann deutlich lauter mit den Schul-Rockbands "TSN", "Prophetionell", "Paranoid", "eXport" und zum Schluss der Blues Brothers CoverBand, weiter. Es wurde insgesamt ein Repertoire geboten, bei dem Jung und Alt gleichermaßen auf ihre Kosten kamen.
Der musikalische Abend war wieder einmal kostenlos – dafür ließen die Gäste Münzen und Scheine in die Hüte der Spendensammler rieseln. Weber: "Rund 2500 Euro sind an beiden Tagen zusammenkommen."

 

 

(DEWEZET v. 29.06.2007)

Beispielhaft: Diese Kinderkrippe macht Schule

Einrichtung am Albert-Einstein-Gymnasium entstand aus Eigeninitiative / Projekt in Gefahr?

Hameln (CK). Lina ist zwar erst drei, aber sie geht schon zur Schule. Und das findet Lina ganz toll. Zumal sie jeden Morgen gemeinsam mit ihrer Mutter Karin den Weg ins Albert-Einstein-Gymnasium antritt. Die Dreijährige ist aber nicht etwa ein hochbegabtes Kind, sondern vielmehr eins von insgesamt sechs, das eine Kinderkrippe in der Schule besucht. Und mit dieser Einrichtung betritt das AEG Neuland in der seit Monaten geführten Diskussion um die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung.

Kinderkrippe 2007
Kinderkrippe im Albert-Einstein-Gymnasium – ein Modell mit
Zukunftscharakter? Foto: Dana

Als das dritte Hamelner Gymnasium vor rund 35 Jahren gegründet wurde, bestand das Kollegium aus lauter jungen Pädagogen. Die aber haben mittlerweile das Rentenalter erreicht und sind pensioniert – der Personalrat musste in den vergangenen Jahren immer nur über Pensionierungsgeschenke nachdenken. Doch mittlerweile hat die nächste Lehrergeneration ihren Dienst am AEG angetreten, darunter etliche Frauen. Und etwas, was man an der Schule ewig nicht kannte, trat ein: Viele dieser Lehrerinnen (und sogar eine Schülerin) wurden schwanger.

Da hatten Schulleiter Wolfgang Weber und seine Kolleginnen eine Idee: eine Krippe in der Schule zu schaffen. Drei Kinder von Lehrerinnen hatten ohnehin die gleiche Tagesmutter, und da nach deren Wohnungswechsel neue Räumlichkeiten gesucht wurden, war es keine Frage: Weber wollte das Projekt unterstützen, und auch seitens der Stadtverwaltung gab es zunächst keine Bedenken. Im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales wurde vor kurzem noch mitgeteilt, alle Auflagen seien erfüllt, die anfangs aus Spaß entstandene Initiative sei beispielhaft.

Mütter und Väter, vor allem aber die Erzieherinnen Antje Mestwert und Rosi Glänzer richteten einen neben der Bibliothek gelegenen Raum in kürzester Zeit und mit einfachen Mitteln für die Tagespflege her; auf 35 Quadratmetern entstand ein gemütlicher Raum für Lina, Anton, Ferdinand, Yara, Jannick und Thilo. Und alle fühlen sich in dem Gebäude, das kindgerecht ausgestattet wurde, unter anderem durch Sammlungen, schon fast wie zuhause. Selbst eine Wickelkommode ist vorhanden, die Schülerin, die mittendrin Mutter geworden und während der Schutzfrist beurlaubt war, konnte dort ihr Kind versorgen, konnte Milch abpumpen zum späteren Stillen.

Ob diese beispielhafte Kinderkrippe allerdings eine Zukunft hat, bleibt abzuwarten. Die Stadt verlangt inzwischen eine Art Nutzungsentgeld von 100 Euro pro Monat für die von den Eltern genutzten Räumlichkeiten. Und weist auch darauf hin, dass die räumliche Enge im Albert-Einstein-Gymnasium durch die Kinderkrippe möglicherweise verschärft werden könnte. Schulleiter Weber ("ich möchte keine Schuldzuweisungen betreiben") ist deshalb nicht unbedingt optimistisch, was die Fortsetzung des Projekts angeht. Kann sein, so meint er, dass seine Lehrerinnen sich demnächst nach anderen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder umsehen müssen. Auch, wenn selbst ältere Schüler von diesem Zusammenleben profitieren...

 

 

(DEWEZET v. 22.06.2005)

Humboldt und Lizarazu werden Freunde

Klasse 6F c siegte beim Wettbewerb des Goethe-Instituts "Geschichte in Geschichten"

Hameln/Bayonne (hen). Wenn Zauberer Merlin dem Hamelner Rattenfänger begegnet und Fußballer Lizarazu den Wissenschaftler Wilhelm von Humboldt trifft, kann daraus eine sogar preiswürdige deutsch-französische Freundschaft entstehen. So geschehen jetzt zwischen der Klasse 6Fc des Hamelner Albert-Einstein-Gymnasiums und Schülern des College Marracq aus Bayonne/Baskenland, die gemeinsam an einem Wettbewerb des Goethe-Instituts in Paris teilgenommen haben - mit Erfolg. Die 12-jährigen Jungen und Mädchen, die im ersten Lernjahr Französisch haben, gewannen bei "Histoire croisée - Geschichte in Geschichten" den ersten Preis in ihrer Altersklasse mit ihren wahrlich phantastischen Erzählungen.

Im Internet recherchiert und Bilder gemalt

Die Hamelner Klassen- und Französischlehrerin Bettina Schröder-Brautlecht hatte von dem Wettbewerb des Goethe-Instituts gelesen und konnte ihre Schüler dafür begeistern. Die Partnerklasse - die Schüler sind etwas älter - in Frankreich wurde über das Goethe-Institut gefunden. Mit großem Eifer machten sich die Einstein-Schüler an die Arbeit, entwickelten die Geschichten - nach Anregungen der Lehrerinnen - weiter und sammelten zunächst Informationen über die Personen: "Wir haben im Internet nachgeguckt", berichtet Hannes (alle befragten Schüler sind 12 Jahre). Und Robert ergänzt: "Außerdem haben manche gemalt oder Bilder aus Zeitschriften ausgeschnitten, die wir dann auch ins Internet gestellt haben."

"Franzosen sind viel netter als die Deutschen"

Keine leichte Aufgabe, die die Schüler zu bewältigen hatten - das Rahmenthema war sehr theoretisch und lautete: "Arbeitswelten/Begegnungen in der Geschichte". Die Schüler aus Hameln und Bayonne traten per Internet (Argos/Ilias) in den Dialog, dachten sich in zwei Gruppen die Geschichten aus und feilten an den Erzählungen. Bettina Schröder-Brautlecht: "Schnell herrschte Einigkeit darüber, dass die Franzosen über den Deutschen und die Deutschen über den Basken schreiben wollten. Jeder in seiner Muttersprache, aber in Hinblick auf eine zweisprachige Präsentation." Freilich wurde dabei auch so manches private Wort gewechselt - "manchmal ging es um Lizarazu und manchmal um das Wetter", so Johannes, der festgestellt hat: "Die Franzosen sind viel netter als die Deutschen." Seine Lehrerin hat allerdings eine Erklärung parat: Während die Deutschen in den E-Mails sehr verkürzt formulieren, sind die Franzosen auch bei den Formulierungen im Chat stets höflich.

Bei der Geschichte selbst ging es den Schülern darum, sie "nicht so steif zu erzählen, sondern lustig", wie Jule sagt. "Wir haben Zettel gekriegt, an denen wir uns orientieren konnten", berichtet Maurice. Gearbeitet wurde teils in der Schule, teils in der Freizeit.

Und wie kommen nun Lizarazu und Wilhelm von Humboldt einander näher?

 

 

Beide Geschichten nachzulesen im Internet

Der Wissenschaftler Wilhelm von Humboldt, geboren 1767 und gestorben 1835, landet durch einen Irrtum mitten in einem Fußballspiel, an dem Bixente Lizarazu teilnimmt, und findet sich im 21. Jahrhundert wieder. Schließlich schreiben sich die beiden Briefe, werden Freunde. Insgesamt waren es 20 kleine Schreiben, die Bettina Schröder-Brautlecht für die Präsentation zusammengefasst hat.

Wettbewerb 6Fc 2005
Freut sich über den ersten Preis beim Wettbewerb des Goethe-Instituts Paris: die Klasse 6F c am Albert-Einstein-Gymnasium. Foto: hen

 
Merlin und der Rattenfänger kennen sich von einem Zaubererkongress, halten seither lockeren Kontakt - mit Briefen per Postkutsche oder berittenem Boten, tauschen Informationen über Zauberkugeln und Brieftauben, sogar mit E-Mails, "je nach Lust und Laune und je nachdem, in welchem Jahrhundert sie sich gerade befinden" - alles nachzulesen im Internet: Wilhelm von Humboldt und Bixente Lizarazu und Merlin und der Rattenfänger.

Für die beiden Lehrerinnen wurde der Wettbewerb bereits in den ersten Stunden ein Erfolg: "Der Druck, die E-Mails der Partner zu verstehen, die eigenen so abzufassen, dass sie
für die anderen verständlich waren, und parallel der ganz normale Unterricht brachte uns an unsere Grenzen, schweißte die Gruppe aber umso mehr zusammen." Neben ganz viel Spaß an dem Austausch mit den Franzosen und dem schönen Erfolg haben die Schüler übrigens ganz nebenbei für ihren Unterricht gelernt - "ganz viele Vokabeln", so Iga.

Eine kleine Abordnung der Schüler wird zur Siegerehrung nach Paris reisen, Preis für die Gewinner ist ein Aufenthalt in Paris mit Empfang in der Deutschen Botschaft. Sicherlich ein aufregendes Erlebnis - aber eigentlich steht die Auszeichnung für die Klasse im Hintergrund. Denn vor allem haben sie neue Freunde gewonnen.

 

(DEWEZET v. 07.04.2005)

Schüler erinnern

Info-Tafeln für Friedhof Wehl erarbeitet

 

Hameln (mafi). In den vergangenen sechs Monaten haben Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums die Inhalte der auf dem Friedhof Wehl geplanten Info-Tafeln zu den verschiedenen Kriegsopfergruppen erarbeitet. "Die Hamelner wissen zu wenig über diese Toten", erklärt Dominic Matthies die Motivation der 17- und 18-jährigen Schüler, sich freiwillig und ohne Benotung um dieses Thema zu kümmern; es handelt sich um Teilnehmer eines Geschichts-Leistungskurses von Bernhard Gelderblom.

"Ohne die Gedenktafeln drohen die Schicksale der Opfer in Vergessenheit zu geraten", befürchten die Schüler. Carmen Schneider findet es traurig, dass gerade die Grabstelle von rund 300 elendig zu Tode gekommenen Zuchthaus-Insassen seit vielen Jahren überhaupt nicht mehr erkennbar ist.

 

 

Hendrik Greinert spricht von einem "geschichtsträchtigen Ort, der in den Fokus gerückt werden soll". Gregor Czaicki hofft, dass die sichtbar gemachten Schicksale auch als Lehre für heutige und nachfolgende Generationen wirken, sich um den Frieden zu bemühen. Die Gedenktafeln sollen Ende Mai von Berufsschülern der Eugen-Reintjes-Schule montiert werden. Das Projekt hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge initiiert. Die Sparkasse Weserbergland unterstützt es mit 1500 Euro.

 

(DEWEZET v. 16.03.2005)

Hier haben Eltern die Wahl

Künftig Profilklassen am Albert-Einstein-Gymnasium / Infoabend

[Grundsätzliche Informationen zum System der Universal- und Profilklassen in einer PowerPoint-Präsentation]

Hameln (rd). Die Gesamtkonferenz des Albert-Einstein-Gymnasiums hat sich nach sorgfältiger Abwägung für ein qualitativ hochwertiges Profilangebot entschieden. Die Eltern können künftig entscheiden, ob sie ihr Kind in einer Bläserklasse, einer Forscherklasse, einer 'Bili'-Klasse (bilingual) oder auch in einer Klasse ohne Profilbildung anmelden wollen.

"Der neue Grundsatzerlass gibt den einzelnen Gymnasien einen großen Spielraum bei der Ausgestaltung der Stundentafeln. Am Albert-Einstein-Gymnasium wurde dieser genutzt, um die bestehenden unterrichtlichen Schwerpunkte zu verankern und gleichzeitig auch dem Wunsch der Eltern zu entsprechen", so Schulleiter Wolfgang Weber.

Aus pädagogischen Gründen wurde festen Klassenverbänden gegenüber Wahlpflichtkursen der Vorrang gegeben: In einer Forscherklasse ist der Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften verstärkt. Zusätzlich wird ein naturwissenschaftliches Praktikum eingerichtet und Informatikunterricht angeboten. Erweiterter Musikunterricht wird in Form einer Bläserklasse angeboten. Hier wird es möglich sein, im schulischen Rahmen ein Blasinstrument zu erlernen. Weber: "Dies ist ein in Hameln einmaliges Angebot." In einer 'Bili'-Klasse (bilingual) wird ein Teil des Fachunterrichts auf Englisch erteilt.

 

 

Neben den bereits etablierten Fächern Erdkunde und Geschichte sollen in dieser Klasse künftig weitere Fächer einbezogen werden. Vorbereitet wird diese sprachliche Zusatzqualifikation durch eine Arbeitsgemeinschaft. In die Entscheidung sind die Ergebnisse einer Eltern-Befragung eingeflossen, die beim Tag der Offenen Tür Anfang Februar durchgeführt wurde. Da auch Unterricht ohne Schwerpunktbildung angeboten wird, besteht keine Verpflichtung zur Wahl eines solchen Schwerpunktangebotes. "Die Eltern haben künftig erweiterte Wahlmöglichkeiten und entscheiden dadurch mit, welche Klassen eingerichtet werden", so Weber.

Mit dieser Wahl werde keine Vorentscheidung für das spätere Abitur getroffen, weil in der Klasse 10 wieder alle Schülerinnen und Schüler in allen 14 Fächern gemeinsam unterrichtet werden und sich dann erst für ihre Profilfächer im Sekundarbereich II entscheiden müssen. Durch die vielen Neuregelungen ist großer Informationsbedarf bei Schülern und Eltern entstanden. Darum bietet das Einstein-Gymnasium für alle Interessierten am Donnerstag, 7. April, um 19 Uhr in der Aula eine zusätzliche Informationsveranstaltung zum Thema 'Profilklassen' an.

(DEWEZET v. 27.09.2004)

Eine Lesung als Preis für Gesundheitsbewusstsein

Lesung

Hameln. "Das Ende der Stille" hieß das Buch, das die Autorin Ulrike Kuckero bei einer
Lesung im Albert-Einstein-Gymnasium vorstellte. Die Lesung war ein Preis der
Buchhandlung Weiland aus Hannover für ein Bühnenstück zum Thema "Rauchfreie Schule",
das die Schülerinnen und Schüler aufgeführt hatten.

 

 

(DEWEZET v. 21.09.2004)

Mit neuen Techniken zu mehr Praxisnähe am AEG

Lernkonzepte setzen verstärkt auf eigenverantwortliches Arbeiten der Schüler /
Beginn noch vor den Herbstferien

Hameln (iv). Die Schülerinnen und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums müssen sich noch vor den Herbstferien mit der Vermittlung neuer Methodenkonzepte im Unterricht vertraut machen. Vor dem Hintergrund der Vorgaben im letzten Grundsatzerlass und dem Wunsch nach einer höheren Effizienz der schulischen Arbeit füllen sich die Stundenpläne mit Veranstaltungen der etwas anderen Art. Im Fachunterricht soll mehr als zuvor auf eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen Wert gelegt werden.

Das Erwerben von Schlüsselqualifikationen, Fach- und Sozialkompetenz bildet nun den Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit am AEG.

Zurzeit werden neue Konzepte etwa in naturwissenschaftlichen Fächern durchgeführt und vorbereitet. Hier werden Tage eingeführt, an denen Schüler aus den 5., 6. und 7. Jahrgängen in den Fächern Biologie, Physik oder Chemie den typischen naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg durch mehr Praxis erlernen sollen. Des Weiteren sind das Erlernen neuer Techniken zur korrekten Rechtschreibung und zum besseren Vokabel Lernen geplant. "Mind-Mapping" heißt eine der Formen, die das Strukturieren, Vertiefen und Memorieren erleichtern soll.

 

 

Mehr Praxisnähe im Unterricht

AEG-Schüler - sie sollen Freude am praxisnahen Lernen bekommen.

 
Für neunte Jahrgänge ist außerdem ein Sozialpraktikum vorgesehen. Dieses soll die soziale Kompetenz der Schüler stärken. Alle Jungen und Mädchen der zehnten Klassen nehmen an Computerkursen teil. Ob Praktikumsberichte im elften Jahrgang oder die Facharbeit im zwölften - alles soll mit Hilfe des Computers vorbereitet werden. Aktualisierte und verbesserte Schulbücher unterstützen die neu gesetzten Ziele am Einstein-Gymnasium.

(DEWEZET v. 28.06.2004)

Eine Feier mit Humor und ohne erhobenen Zeigefinger

Abschied vom AEG: 114 Albert-Einstein-Abiturienten haben es geschafft / Abschlusszeugnisse ausgegeben

Hameln (ni). Ausgesprochen fröhlich, mit viel Humor und fast ohne erhobenen Zeigefinger hat das von seinen scheidenden Schülern so getaufte "Absolute Elite-Gymnasium" AEG seine Abiturienten gefeiert. 124 waren angetreten mit dem Ziel, das begehrte Zeugnis in die Hand zu bekommen; 114 haben's in diesem Jahr geschafft.

Mütter und Väter, Omas und Opas, kleine Brüder und große Schwestern drängten sich in der für solche Anlässe viel zu kleinen Aula. Sie spendeten großzügig Applaus für alle, die mit der offiziellen Abifeier ihren Abschied vom Albert-Einstein-Gymnasium besiegelten. Und bedachten jene mit ganz besonderem Beifall, die sich durch herausragende schulische Leistungen und besonderes persönliches Engagement ausgezeichnet haben und ausgezeichnet wurden. Direktor Wolfgang Weber bescheinigte dem Jahrgang nicht nur intellektuelle Fähigkeiten, sondern auch das Erreichen eines nicht weniger wichtigen Bildungzieles: Toleranz und Gemeinsinn. Unter anderem bei der Gestaltung des Schulgeländes hätten sie letzteren eindrucksvoll bewiesen. Bürgermeister Herbert Rode gab den Abiturienten mit auf den Weg, das Pauken für's Abi habe jetzt zwar ein Ende, das Lernen nicht: "Wer nicht ständig bemüht ist, sich zu verbessern, hat aufgehört, gut zu sein."

 

 

DAbiturie Abiturienten verzichteten darauf, "zu unserer letzten gemeinsamen Stunde" eine Rede zu halten. Statt dessen ließen sie - zu viert auf der Bühne - Erinnerungen an den Satz des Pythagoras und Aufklärung, Kurstreffen und Klassenfahrten Revue passieren. Sie sprachen augenzwinkernd von der "transzendierten Immanenz des Schulalltags" und dem Wert von Freundschaften; setzten sich mit der Alternative zwischen intensivem Büffeln und dem offensichtlich erfolgreich praktizierten "Prinzip des Minimalismus" auseinander. Und sie attestierten ihren Lehrern, dass die sich um Erziehung bemüht haben: zu "kritischem Verhalten" die einen, und andere doch eher "zu Konformismus".

(DEWEZET v. 12.12.2003)

Einstein-Schüler erhalten Preis für Geschichtsatlas

"Reichserntedankfeste" fürs Internet bearbeitet / Projekt in Braunschweig gewürdigt / Gelderblom-Buch als Grundlage

Hameln/Braunschweig (tw). Freude am Albert-Einstein-Gymnasium: "Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg", Wettbewerbsbeitrag des Leistungskurses Geschichte für die Initiative "N21 - Internet-Projekte für Schulen in Niedersachsen", ist in Braunschweig ausgezeichnet worden.

Betreut von Projektleiter Reinhard Baumgärtner und assistiert von Bückeberg-Kenner Bernhard Gelderblom hatten die Einsteiner Anne Schrader (Texte und Biografien), Maren Scheffler (Texte), Martin Storbeck (Texte, HTML und Design) und Melanie Kappe (Texte und Biografien) das Thema "Reichserntedankfeste" kritisch und professionell aufgearbeitet. Die Präsentation haben sie unter geschichtsatlas.de/~gb27/ ins Internet gestellt.

Eine Präsentation, die die zehnköpfige Jury unter Vorsitz von Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) überzeugte und die in der "Hoffmann von Fallersleben Schule" in Braunschweig – als eines von elf im Wortsinn "ausgezeichneten" Projekten – mit einem Geldpreis des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes von 500 Euro gewürdigt wurde.

Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, lobte das Engagement der Schüler und ihrer Betreuer: "Derartige Projekte", so Lange, "fordern Schülerinnen und Schüler in ihrer Medienkompetenz heraus. Außerdem weisen sie darauf hin, dass Lernen Spaß machen und eine ausgesprochen lebendige, kreative Angelegenheit sein kann." Das Surfen auf den Seiten der Atlanten lohne sich, denn es gebe Spannendes zu entdecken.

Was den Bückeberg-Beitrag der Einsteiner auszeichnet, die sich bei ihrer Arbeit als Hauptquelle auf das Gelderblom-Buch "Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg 1933-1937" stützten: Hintergründe, Organisation und Ablauf des Festes werden im Detail erklärt, die Reichserntedankfeste in eine Zeitleiste eingebettet; von ihr führen


 

Querverweise zu Kurzbiografien von NS-Prominenten wie Adolf Hitler, Hermann Göring, Heinrich Himmler, Joseph Goebbels, Albert Speer und Walter Darré, aber auch zu Stichwörtern wie NSDAP, SS und SA. Eine Schlagwortsuche erleichtert das Navigieren zusätzlich, historische Aufnahmen setzen das Geschehene in Szene.


Begleitet von Projektleiter Reinhard Baumgärtner (l.) und Bückeberg-Historiker Bernhard Gelderblom (4.v.l.) nahmen
Martin Storbeck, Melanie Kappe und Anne Schrader (v.l.) den Preis von Staatsekretär Dr. Josef Lange (r.) entgegen.
 

Lohnen tut sich das Surfen im Bückeberg-Beitrag für Jedermann. Bereits gelohnt hat es sich für das Schüler-Quartett selbst: "Ich halte es für sehr gut, sich anstatt nur mit globalen auch mit lokalen Themen zu beschäftigen. Das Projekt brachte mir viel Abwechslung zum normalen Schulunterricht, da die Aufbereitung des Themas für das Internet sehr ungewöhnlich und damit auch neu für mich war", berichtet Maren Scheffler. Und Mitstreiterin Melanie Kappe ergänzt: "Für mich ist dieses Projekt eine wertvolle Erfahrung gewesen, die es mir möglich gemacht hat, etwas über meine Heimat und ihre Geschichte zu lernen, was ich sonst eventuell nie in dieser Intensität erfahren hätte."

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