Kontakt · Suche in Einstein Offenes Ganztagsgymnasium · Europaschule · CertiLingua-Schule
Sie sind hier:  Startseite  >  Aus der Schule  >  Albert Einstein - der Namensgeber der Schule
Bild Bild

Albert Einstein - der Namensgeber der Schule

 
Judentum

Am Ende seines Lebens bekennt Einstein, dass die Beziehung zum jüdischen Volk seine stärkste menschliche Beziehung geworden sei. Danach hatte es zunächst gar nicht ausgesehen. Er war in einer liberalen jüdischen Familie aufgewachsen, hatte sich seit seinem 16. Lebensjahr sogar als "konfessionslos" bezeichnet, weil ihm Konfession wie Nationalität als überholt galten. Als er aber 1914 nach Berlin kam, war es nicht nur der normale Antisemitismus der wilhelminischen Gesellschaft, der ihn sein Judentum entdecken ließ, sondern fast mehr noch die um Assimilation bemühten jüdischen Wissenschaftler. Assimilation hielt er für würdelos und feige. Deswegen bezog er eine geradezu schroffe Gegenposition: "Wir müssen uns unserer Artfremdheit klar bewußt sein und aus ihr die Konsequenzen ziehen. Es hat keinen Sinn zu versuchen, die anderen von unserer seelischen und geistigen Ebenbürtigkeit überzeugen zu wollen, denn die Wurzel ihres Verhaltens sitzt nicht im Großhirn." Es ging ihm dabei nicht um Glaubensinhalte; die jüdische Religion war und blieb ihm fremd. Es ging ihm um Selbstbewusstsein und Solidarität der Juden. Deshalb war es nur folgerichtig, dass die zionistische Bewegung auf Einstein aufmerksam wurde. Diese Bewegung, 1897 von Theodor Herzl begründet, verfolgte das Ziel, in Palästina einen jüdischen Staat zu gründen. Es war mutig von Einstein, sich zum Zionismus zu bekennen, zumal dieser damals als hinterwäldlerisch galt. Aber unerschrocken fuhr Einstein 1921 mit dessen Präsident Chaim Weizmann in die USA, um Geld zugunsten des Aufbaufonds für Palästina zu sammeln. Darüber schrieb er einem Freund: "Ich habe zwei ungeheuer strapaziöse Monate hinter mir, habe aber die große Genugtuung der zionistischen Sache viel genützt und die Gründung der Universität gesichert zu haben." Mit der Universität ist die von Jerusalem gemeint. Anfang 1923 besuchte Einstein Palästina, wurde erster Ehrenbürger der Stadt Tel Aviv, damals 3000 Einwohner, und legte den Grundstein der Jerusalemer Universität. Er sah das Problem der vertriebenen Araber, nannte sie "Brudervolk", stellte sich das Zusammenleben von Juden und Arabern nach dem Muster der Schweiz vor.

In Jerusalem wurde er händeringend gebeten, für immer zu bleiben. Das Herz sagt ja, der Verstand nein." Er hat Jerusalem nicht wieder gesehen, ist aber dem Zionismus aus einer gewissen Distanz loyal verbunden geblieben. Er selbst beschrieb sich einmal, obwohl oder gerade weil die jüdische Religion solche Figuren nicht kennt, als "jüdischen Heiligen".

Diese lebenslange Loyalität führte 1952 zu dem Angebot des jungen Staates Israel an Einstein, Nachfolger des gerade gestorbenen Staatspräsidenten Weizmann zu werden. Einstein lehnte nach einigem Bedenken ab:

    "Ich bin tief bewegt über das Anerbieten meines Staates Israel, freilich auch traurig und beschämt darüber, daß es mir unmöglich ist, dies Anerbieten anzunehmen ... Mein Leben lang mit objektiven Dingen beschäftigt habe ich weder die natürliche Fähigkeit noch die Erfahrung im richtigen Verhalten zu Menschen und in der Ausübung offizieller Funktionen. Deshalb wäre ich für die Erfüllung der hohen Aufgabe auch dann ungeeignet, wenn nicht vorgerücktes Alter meine Kräfte in steigendem Maße beeinträchtigen würde. Diese Sachlage betrübt mich um so mehr, als die Beziehung zum jüdischen Volke meine stärkste menschliche Bindung geworden ist, seitdem ich volle Klarheit erlangt habe über unsere prekäre Situation unter den Völkern."

 

 

Bild

 
  © 1998-2012 Albert-Einstein-Gymnasium Hameln · Aktualisiert am 01.09.2010 · Sitemap
 
Aus der Schule Rund um Einstein Unterricht und mehr Schüler-Eltern-Lehrer Aus der Schulgeschichte
Startseite Was ist oder was war Schulfächer
Die SchülerInnen
Zur Geschichte der Schule
DIE SCHULE Termine in Einstein Arbeitsgemeinschaften Die aktuelle Abiturientenliste 35 Jahre AEG-Jubiläum
Das Leitbild der Schule Neues aus Einstein Projekte Die Eltern 30 Jahre AEG-Jubiläum
Der Schulvorstand Jahrestage Listen - Pläne - Formulare Die Elternbriefe 25 Jahre AEG-Jubiläum
Die Kooperationspartner Die Presse Individuelle Förderung Die LehrerInnen Die Schuljahre
Albert Einstein Video Bilingualer Unterricht Die Beratungslehrer Die Jahrbücher
Fotorundgang Links Sekundarstufe II Die ehemaligen Schüler Die Abiturienten ab 1976
Suche in Einstein Sitemap Schüleraustausch Die ehemaligen Lehrer Ton- und Bilddokumente
Kontakt   Und mehr Rat und Hilfe  
Impressum   Das AEG-Moodle