Kabarett und Musik mit Andreas Rebers und Rolf Zielke

Freitag, 18. Oktober 2002, 20.00 Uhr
Aula des Einstein-Gymnasiums

Das ganz besondere Gastspiel: Einmaliger gemeinsamer Auftritt von Andreas Rebers und Rolf Zielke!
Am Anfang unserer Jubiläumsveranstaltungen steht ein ungewöhnlicher und sicherlich einmaliger Leckerbissen: Zwei ehemalige Schüler unserer Schule, mittlerweile weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt, treten in ihrer alten Schule an einem Abend auf!

Zu den Künstlern:

Der Kabarettist  Andreas Rebers, geboren 1958, wuchs im niedersächsischen Bergland auf, irgendwo im Bereich der südlich gelegenen Rübenfurchen Hamelns, wo er schon frühzeitig mit der Stimmungskapelle  "Die Los Promillos" auf Schützenfesten, Feuerwehrvergnügen und Vereinsbällen  sein erstes musikalisches und wohl auch kabarettistisches Betätigungsfeld fand.
In diese Zeit fällt auch sein "Gastspiel" an unserer Schule, dem damaligen Gymnasium III, an dem er 1977 unter Herrn Flügge und Herrn Krömer sein Abitur "baute". Einige alteingesessene Lehrkräfte erinnern sich noch gut und gern an den Akkordeon spielenden Andreas R., der bei etlichen informellen, konspirativen Treffen zusammen mit seinem kongenialen Partner Ludwig Könemann ein unüberseh- und -hörbares Duo bildete.
Während des späteren Studiums an der Universität Hannover ergaben sich erste Kontakte zur freien Theaterszene und zum Kabarett. In dieser Zeit gelang es unserer Schule, Andreas Rebers für ein Gastspiel mit seiner damaligen Gruppe "Gegenwind" in unsere obere Pausenhalle zu engagieren.
1984-1988 studierte Andreas bei Thomas Aßmus Akkordeon. 1989 wurde er musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig.
Andreas ist Autor von Chansons, Liedern und Kabarettprogrammen, hat Bühnen- und Schauspielmusiken komponiert und hatte zahlreiche Engagements und erfolgreiche Kabarettgastspiele in der Bundesrepublik, Österreich, Italien und in der Schweiz. Von 1997-1999 war er Mitglied der Münchener Lach- und Schießgesellschaft.  Weiterhin: Deutschlandtourneen, Radiofeatures, Mitwirkung in "Roglers Freiheit", "Satirefest" und Dieter Hildebrandts "Scheibenwischer". Gemeinsame Auftritte mit Urban Priol, Achim Konejung, Bruno Jonas, Josef Hader u.v.a.
Andreas Rebers lebt mit seiner Familie in München  und moderiert in der Lach- und Schießgesellschaft  einmal im Monat die "Sprechstunde" und jeden ersten Montag im Monat den "Klub Komik" in der "Bar jeder Vernunft" in Berlin.

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Wenn Andreas Rebers auf der Bühne steht ...

Er kommt schüchtern auf die Bühne und lächelt unbeholfen. Nichts an diesem Mann passt: ein geschmackloser Anzug, die Hose rutscht, die Krawatte hängt schief, die Haare störrisch und zerzaust wie nach einem Sturm. Er tut einem fast ein bisschen Leid. Er erzählt scheinbar zusammenhanglose Geschichten von heimischen Rübenfeldern, einem ominösen Günthertreffen, der Hochzeit mit einem Model und seiner Liebe zu Marschmusik und Spülmaschinen. Er ist, wie er immer wieder betont, "auf der Suche nach einer natürlichen Ordnung", ein nahezu faustisches Bedürfnis. Der "homo rebers" spaltet sich vor den Augen des Publikums rasch in drei Teile: in das ICH, das ÜBERICH und das UNTERMIR: "UNTERMIR wohnt der Hausmeister und ÜBERICH der Lehrer. ICH selbst bin meistens in der Küche. Sie ist mein eigentliches Zuhause. Ich denke wie eine Küche, ich fühle wie eine Küche und manchmal denke ich, ich BIN eine Küche." 
Wortgewandt, hochmusikalisch und schauspielerisch ein Erlebnis, begibt sich Andreas Rebers auf die Reise in die Niederungen deutscher Wirklichkeit, die uns aus der Braunschweiger Provinz über die Schulhöfe der multikulturellen Gesellschaft bis auf den Grund des Meeres führt, wo die Klagegesänge der Pilotwale erklingen. Aber spätestens, wenn das Publikum mit ihm in der heimischen Küche sitzt und sich an der hohen Kunst der ordnungsgemäßen Zubereitung einer Rindroulade erfreut, mutiert der bis eben noch so harmlos wirkende Biedermann zu einem chauvinistischen Fanatiker, der nur eine Ordnung akzeptiert - nämlich seine eigene. Und dann wissen die Zuschauer, dass das, was anfangs noch wie ein bunter Abend wirkt, hochkarätiges, modernes Kabarett ist.
(Man gebe einmal unter www.google.de den Namen "Andreas Rebers" ein ... und wird nur noch staunen!)

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Rolf Zielke...
...ist ein Pianist und Komponist, dessen Musik sowohl zeitgenössischen Jazz  als auch seine Zuneigung zu außereuropäischer Musik widerspiegelt.

Rolf wurde 1964 in Hameln geboren und begann mit sieben Jahren das Klavierspiel. Seine besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten hat er auch unserer Schule zur Verfügung gestellt, indem er in mehreren Produktionen der Schülertheatergruppe mitwirkte (sein grotesker General in Mrozeks Satire "Die Polizei" mit einer silbernen Luftpumpe als Generalstab ist unvergessen) und bei verschiedenen Musikveranstaltungen der Schule als damals schon virtuoser Pianist in Erscheinung trat. 
Nach dem Musikhochschulabschluss in Hannover ergaben sich Konzertreisen mit unterschiedlichen Bands durch Deutschland, mehrere europäische Länder, Südostasien, die USA, Südamerika und Polynesien.
In den Jahren 1986 bis 2001 gehörten seine Bands zwölfmal zu den Preisträgern des Wettbewerbs "Jazzpodium Niedersachsen". Die Gruppe "Shesh", deren Mitbegründer er ist, wurde 1995 mit dem Künstlerstipendium des niedersächsischen Kultusministeriums ausgezeichnet.
Seit 1997 wohnt Rolf in Berlin und unterrichtet dort Jazzpiano an den Musikhochschulen (HdK und "Hanns Eisler"). 
Zahlreiche Filmmusiken, Auftritte bei verschiedenen Konzerten mit so bedeutenden Künstlern wie Thomas Quasthoff, Bill Ramsey, Olivia Molina, Gitte Haenning sowie mit der RIAS-Big-Band Berlin oder dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin weisen ihn als vielseitigen Künstler aus.

Es entstanden mehrere Fernseh- und Rundfunkproduktionen für den NDR, SFB, VIVA II und für ausländische Fernsehanstalten. Rolf war auch als musikalischer Leiter an Theatern in Hannover und Hamburg aktiv. Von ihm und seinen Bands sind zahlreiche CD's erschienen, die auf seiner Homepage eingesehen werden können.

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