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Zahl der Schüler und Unterrichtsversorgung
Seit dem Jahr 1997 wurden
am Albert-Einstein-Gymnasium zu Schuljahresbeginn
jeweils fünf Anfängerklassen eingerichtet. Inzwischen
ist die Schule als einziges der drei Hamelner Gymnasien
durchgehend fünfzügig. Die Zahl der Schülerinnen
und Schüler ist in diesem Zeitraum von 611 auf zur
Zeit 890 gestiegen. Dieser Zuspruch hat einerseits
demographische Ursachen (Schülerberg), ist aber
auch ein Zeichen dafür, dass unsere Arbeit geschätzt
und anerkannt wird.
Parallel dazu ist die rechnerische
Unterrichtsversorgung von 104% im Jahre 1998 auf
96% zurückgegangen. Bedingt durch den eigenverantwortlichen
Unterricht der Referendare erteilt das Kollegium
sogar weniger als 90% der Sollstunden. Neben Unterrichtsausfall
bedeutet dies größere Lerngruppen.
Veränderungen im Kollegium
Für das Kollegium waren
die letzten Jahre eine Zeit der Umstellungen und
des Wechsels. Es hat eine Reihe von neuen Verordnungen
und Erlassen gegeben. Als Beispiele seien nur die
Einführung der Facharbeiten, der Leistungsüberprüfungen
im Jahrgang 10 und der 'Kopfnoten' in den
Zeugnissen genannt.
Mittlerweile hat auch eine
Reihe von Pensionierungen begonnen, davon einige
aus Krankheitsgründen auch vorzeitig. Dies und die
Einführung der Altersteilzeit verbunden mit dem
Anstieg der Schülerzahlen hat zu einem großen Bedarf
an Neueinstellungen geführt. Neben dem neuen Schulleiter
sind in den letzten drei Jahren 22 Kolleginnen und
Kollegen ans Albert-Einstein-Gymnasium gekommen!
Unsere Schule liegt im
Bereich des Staatlichen Studienseminars Hameln und
ist eine beliebte Ausbildungsschule für Referendare.
Dies bedeutet Anregungen und das Einbringen neuer
didaktischer und methodischer Ansätze in den Unterricht,
aber auch häufigere Lehrerwechsel für die Schülerinnen
und Schüler.
Das Gebäude
30 Jahre Albert-Einstein-Gymnasium
heißt auch, dass der größte Teil unseres Schulgebäudes
30 Jahre alt ist. Das Gebäude wurde nach damals
modernen Vorstellungen konzipiert, die heute als
überholt gelten. Vieles ist mittlerweile reparatur-
und renovierungsbedürftig.
Heute würde man wohl kaum
12 Räume ohne natürliches Licht vorsehen, Unterrichtsräume
als Hörsäle gestalten, Klassenräume mit Teppichboden
auslegen und ein Flachdach ohne Neigung bauen. Der
Schulträger, also die Stadt Hameln, hat die Problematik
erkannt und begonnen, Abhilfe zu schaffen. Der Raum
116 ist vom Hörsaal zu einem naturwissenschaftlichen
Übungsraum umgebaut worden. In diesem Jahr folgt
der Raum 120. Ein Physik-Raum wurde renoviert und
neu möbliert. Der marode Boden der Turnhalle wird
zur Zeit erneuert. Besonders bemerkenswert ist,
dass sich die Stadt zu einer Totalsanierung des
seit langem undichten Flachdaches entschlossen hat.
In diesem Jahr ist in einem ersten Abschnitt der
größte Teil des Daches erneuert und dabei mit leichter
Neigung versehen worden. Der Rest soll in einem
zweiten Abschnitt im nächsten Jahr folgen. Zwei
Klassenräume wurden so renoviert, dass die Fußböden
zum Reinigen gewischt werden können. Der Teppichboden
im Lehrerzimmer und der oberen Pausenhalle ist auch
Dank der Unterstützung durch die Lieferfirma Vorwerk
erneuert worden. Lehrerzimmer, obere und untere
Pausenhalle sind in Eigenarbeit von Kollegen, sehr
vielen Eltern und Schülern gestrichen worden.
Elternvertretung
Der Schulelternrat (kurz:
SchER) hat sich zu einer aktiven und wirksamen Elternvertretung
entwickelt. Unsere Schule legt grundsätzlich viel
Wert auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den
Eltern. Die Elternvertretung hat sich für die Einstellung
von mehr Lehrkräften stark gemacht und sich erfolgreich
gegen Mittelkürzungen bei der Schulreinigung eingesetzt.
Bei der Streichaktion zur Renovierung der unteren
Pausenhalle waren über 70 Eltern beteiligt. Für
den Betrieb der Cafeteria haben sich bereits mehr
als 40 Mütter zur Verfügung gestellt.
Modellversuche
Das Albert-Einstein-Gymnasium
kann sich mit Fug und Recht als innovative Schule
bezeichnen. Aufgeschlossenheit und Bereitschaft,
sich den veränderten Herausforderungen an Schule
und Unterricht zu stellen und dabei neue Wege zu
beschreiten, sind traditionell im Kollegium vorhanden.
Beim bundesweiten Modellversuch 'Selbstwirksamkeit
als leitende Vorstellung im Schulleben' ist
die Schule Mitglied in einem Netzwerk geworden,
das durch die Gründung eines Vereins im Jahre 2000
über das Ende des Modellversuches hinaus Bestand
hat. Der Verein organisiert regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen
für alle teilnehmenden Schulen. Aber auch speziell
für uns wird in diesem Jahr ein Lehrertraining ermöglicht.
In den Jahren 1999 bis 2001 hat die Schule am Modellversuch
QuiSS (Qualitätssicherung in Schulen und. Schulsystemen)
der Bund-Länder-Kommission teilgenommen. In diesem
Zeitraum sind erste Bausteine eines Schulprogramms
entstanden.
Die Schule ist als einziges
Gymnasium Mitglied im regionalen Netzwerk Hameln-Hildesheim-Holzminden,
das im September gegründet wurde. Hier geht es um
den Erfahrungsaustausch zwischen Schulen unterschiedlicher
Schulformen, Schulprogrammentwicklung und die Organisation
von Fortbildungsveranstaltungen.
Unterrichts- und andere Projekte
Es ist nicht bei Fortbildungsveranstaltungen
und Theorie geblieben. Vielmehr haben wir eine Reihe
von konkreten Projekten und Vorhaben begonnen und
durchgeführt.
Im Sommer des Jahres 2000
entstand die Initiative zum Vorhaben "Ohne
Rauch geht's auch". Ziel der Arbeit ist
die Reduzierung des Rauchens in der Schule durch
Stärkung der Persönlichkeit der Schüler. In Zusammenarbeit
mit unserem Kooperationspartner AOK haben im letzten
Schuljahr die siebten Klassen am Wettbewerb "Be
Smart, don't start" teilgenommen. Für Schüler
und Eltern der Jahrgänge 10 und 11 wurden Informationsveranstaltungen
mit dem Ziel der Drogenprävention durchgeführt.
Im Rahmen des Medienprojektes
werden neue Medien-Angebote erarbeitet und in Fortbildungsveranstaltungen
Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Die Medienarbeitsgruppe
formulierte auch den Antrag der Schule zur N-21-Initiative
der Landesregierung. Dieser ist inzwischen genehmigt,
und die Gelder sind bewilligt. Die Schule wird noch
in diesem Jahr zum Teil verkabelt und erhält zusätzliche
Hard- und Software. Der Renovierungsausschuss
ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von
allen an der Schule Beteiligten. Hier entscheiden
Lehrer, Eltern und Schüler unter fachkundiger Beratung
durch Fachleute der Stadt über die Verwendung der
Mittel des Schulträgers für Renovierungsmaßnahmen.
Der "Runde Tisch"
ist aus der QuiSS-Projektgruppe hervorgegangen.
Er dient als Steuergruppe und 'Drehscheibe'
des Informationsaustausches innerhalb des Kollegiums
und damit auch den Mitgliedern der anderen Projektgruppen.
Die Gesamtkonferenz hat
einige Beschlüsse mit grundsätzlicher Bedeutung
gefasst. Dazu gehören die Kooperationsverträge mit
AOK und BHW ebenso wie die Mitgliedschaft im Verein
selbstwirksamer Schulen. Durch die Jahrgangsaufgaben
wurden den einzelnen Schuljahrgängen pädagogische
Aufgaben im täglichen Schulbetrieb zugewiesen. Nach
Vorbereitung durch den Fahrtenausschuss wurden pädagogische
Grundsätze für Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung
von Schulfahrten beschlossen.
Sprachen und Austausch
Im Jahr 2001 haben die
ersten Schülerinnen und Schüler nach Wahl unseres
bilingualen Unterrichtsangebotes auch die Abiturprüfungen
bilingual abgelegt, und zwar mit hervorragenden
Ergebnissen. Damit hat der Unterricht auf Englisch
in den Fächern Geschichte und Erdkunde seinen festen
Platz am Albert-Einstein-Gymnasium gefunden.
Vor drei Jahren gab es
erstmalig im Rahmen des Betriebspraktikums der 11.
Klassen einen zusätzlichen Austausch mit unserer
Partnerschule in Paris, dem Lycee Fenelon. Seitdem
fährt jedes Jahr eine Gruppe deutscher Schüler nach
Paris, um dort ihr Betriebspraktikum zu absolvieren,
und umgekehrt kommt eine Gruppe aus Frankreich nach
Hameln.
Die Partnerschaft der beiden
Schulen soll weiter ausgebaut werden. Im November
und Dezember kommt eine Gruppe französischer Gastschüler
zu uns, um die Möglichkeit für einen längeren Austausch
zu erproben. Die deutschen Austauschpartner werden
im Januar und Februar des nächsten Jahres den Unterricht
am Fenelon besuchen.
Im laufenden Schuljahr
wird erstmalig am Albert-Einstein-Gymnasium für
Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs eine Spanisch-Arbeitsgemeinschaft
angeboten.
Ausblick
Weitere wichtige Aufgaben
liegen noch vor uns. Wir haben vor 5 Jahren fünf
Klassenräume und die schöne Aula einweihen können,
ein großer Gewinn für die Schule. Sie wird auch
gern für Konzerte und andere Veranstaltungen außerschulischer
Veranstalter genutzt. Das Gebäude ist aber nur für
einen vierzügigen Betrieb ausgebaut. Für die 7 Klassen
des fünften Zuges fehlen die Klassenräume und auch
Fachräume. Die Folge ist, dass wir Wanderklassen
einrichten und auch kleine Räume nutzen müssen.
Es fehlt an räumlichen Möglichkeiten für Besprechungen,
Gruppenarbeit und Internet-Arbeitsplätze. Die Turnhalle
Einsiedlerbach bietet für den Sportunterricht der
rund 1700 Schülerinnen und Schüler am Schulzentrum
Nord ebenfalls nicht genügend Platz.
Die Schule hat sich angesichts
der angespannten Finanzlage des Schulträgers darauf
beschränkt, einen 'Musik-Pavillon' mit zwei
Musik-Fachräumen zu beantragen.
Auch die Bewältigung der
beabsichtigten Veränderungen in der Schullandschaft
ist eine Herausforderung für uns. Wir haben allerdings
schon vor Erscheinen der PISA-Studie unsere Hausaufgaben
gemacht und sehen als Gymnasium einem fairen Wettbewerb
der Schulen gelassen entgegen.
OStD Wolfgang Weber

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