Das Fach Französisch am Albert-Einstein-Gymnasium
Aktivitäten - Aktuell - Kulturelles
Landesentscheidung Prix des lycéens
allemands
Am 15.02.2012 fanden im Rahmen des Prix des
lycéens allemands die Wahl der Landesvertreter
und die Wahl des besten Buches für Niedersachsen
statt. Kevin Kessing (Jahrgang 12) und
Nazlican
Batasul (Jahrgang 11) als Stellvertreterin
vertraten dabei das Albert-Einstein-Gymnasium im
Künstlerhaus in Hannover.
Da wir bis zum Endentscheid zum
Stillschweigen verpflichtet sind, können wir die
Titel der erst- und zweitplatzierten Bücher hier
leider noch nicht bekannt geben, quel miracle!
Dies ist erst nach der Entscheidung der
Schüler-Bundesjury, die im Rahmen der Leipziger
Buchmesse am 14. und 15. März 2012 stattfinden
wird, erlaubt.
Autorin: Karin Hänel

Prix des lycéens allemands: Jurysitzung auf
Schulebene am 18. Januar 2012
Am 18. Januar 2012 trafen sich die Schülerinnen
und Schüler der Leistungskurse Französisch aus den
Jahrgängen 11 und 12, um ihren Lieblingsroman für
den diesjährigen Prix des lycéens allemands
zu wählen.
Bei dem Prix des lycéens geht es um Folgendes:
Jedes Jahr werden vier französischsprachige Jugendromane
für den Preis nominiert, von denen das Gewinnerbuch
ins Deutsche übersetzt wird. Die am Prix teilnehmenden
Schülerinnen und Schüler lesen die nominierten Bücher
zu Hause. Während der Lektüre machen sie sich Notizen:
etwa zum Inhalt, zu den einzelnen Figuren, zu den
Vorzügen des Buches etc. Ende Januar stellen die
Schülerinnen und Schüler dann während einer gemeinsamen
Diskussionsrunde die nominierten Bücher zunächst
kurz vor, indem die Inhalte zusammengefasst, die
Charaktere beschrieben und Empfehlungen zum Alter
und Geschlecht gemacht werden. Anschließend erfolgt
die Diskussion, welches Buch den Schülerinnen und
Schülern am besten gefallen hat. Argumente pro und
contra werden angeführt und verteidigt. In einer
geheimen Abstimmung werden dann die nominierten
Bücher auf die Plätze 1-4 gesetzt. Danach werden
die Vertreter gewählt, die das vom AEG erstplatzierte
Buch in der Jurysitzung auf Bundeslandebene verteidigen
werden.
In diesem Jahr sind die
folgenden Bücher für den Prix des lycéens allemands
nominiert:
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Babyfaces
von Marie Desplechin |
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La première fois on pardonne
von Ahmed Kalouaz |
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Blog
von
Jean-P.
Blondel |
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Le temps
des
miracles
von Anne-L. Bondoux |
Kevin Kessing
(Jg. 12) und Stellvertreterin
Nazlican
Batasul (Jg. 11) werden am 15. Februar das
AEG und das von den Französischleistungskursen auf
Platz 1 gesetzte Buch in Hannover bei der Jurysitzung
auf Bundeslandebene vertreten. Vielleicht schaffen
sie es ja, sich für die Jurysitzung auf Bundesebene
im Rahmen der Leipziger Buchmesse zu qualifizieren.
Wir wünschen viel Erfolg!!!!
Autorin: Karin Hänel

Klassenfahrt in die Partnerstadt
Hameln: Französische Schüler und Schülerinnen des
Collège le Parc aus St-Maur-des-Fossés zu Gast im
Albert-Einstein-Gymnasium
Seit Jahren hat die Stadt Hameln neben Torbay
auch eine Partnerschaft mit Saint-Maur, einem Vorort
von Paris. Einer der Schwerpunkte dieser Partnerschaft
war der Jugendaustausch, von dem man in den letzten
Jahren jedoch nichts mehr gehört oder gelesen hat.
Umso mehr freuten sich die 27 Jugendlichen einer
3ème (entspricht einer neunten Klasse) des Collège
Le Parc in Saint-Maur und 27 Schülerinnen und Schülern
aus dem 8. und 9. Jahrgang des Albert-Einstein-Gymnasiums,
dass erstmalig zwischen den beiden Schulen nach
einem gemeinsamen Comenius-Projekt im Jahr 2010
ein weiterer Austausch stattfinden konnte.
Vom 7. bis 12. März 2011 waren die jungen Franzosen
mit ihren Lehrerinnen, Mme Annie Ribaillier und
Mme Martine Guinet, in den Hamelner Gastfamilien.
Bereits der sehr herzliche Empfang mit Luftballons
und liebevoll erstellten Plakaten nahm den französischen
Schülern die Beklemmung vor der ersten Begegnung:
Viele von ihnen hatten ihren ersten Austausch vor
sich und nur zwei von ihnen sprechen Deutsch. Niemand
kannte seinen deutschen Partner und dessen Familie
persönlich, erste Kontakte waren nur per E-Mail
geknüpft worden.
Doch zu unser aller Zufriedenheit fühlten sich
die französischen Schüler schnell sehr wohl bei
uns und nahmen aktiv und begeistert an unserem Programm
teil. Am Dienstag, dem 8. März, fand eine Schulführung
(organisiert durch eine 8. Klasse), eine Stadtführung
(geleitet von Schülerinnen und Schülern des 11.
Jahrgangs) und ein Empfang im Hochzeitshaus durch
Frau Bürgermeisterin Ina Loth statt.
Da auf französischer Seite nicht das Fremdsprachen-Lernen,
sondern historisch-kulturelle Aspekte im Vordergrund
stehen sollten, war im Vorfeld für den Mittwoch
ein Berlin-Aufenthalt mit kleiner Stadtführung und
Museumsbesuch vorbereitet worden. Für das Programm
am Donnerstag machte uns der Streik der Deutschen
Bahn zunächst einen Strich durch die Rechnung. Mit
einer Stunde Verspätung fuhren die deutschen und
die französischen Schüler mit ihren Begleiterinnen
nach Hannover. Der auf französischer Seite sorgfältig
vorbereitete Besuch im Sprengel-Museum mit von den
deutschen Lehrerinnen Frau Hänel und Frau Schröder-Brautlecht
lange vorab gebuchten Workshops zum Deutschen Expressionismus
musste nun leider auf Grund der Verspätung ausfallen.
Die sehr lehrreiche und interessante Führung durch
das VW-Nutzwagenwerk in Hannover-Stöcken konnte
jedoch wie geplant stattfinden. Am Ende war sogar
noch etwas Zeit, das neue Rathaus, das alte Rathaus,
die Marktkirche und die Fußgängerzone zu besichtigen.
Der vorletzte Tag des Aufenthaltes, der Freitag,
diente der Vertiefung im künstlerisch-kulturellen
Bereich: Die französischen Schüler wiederholten
die Kennzeichen des Deutschen Expressionismus und
gestalteten unter Anleitung von Frau Barg in diesem
Stil ein Abbild des Namensgebers unserer Schule,
Albert Einstein. Anschließend spielten die französischen
und die deutschen Jugendlichen zu peppiger Musik
und unter fachkundiger Anleitung von den beiden
Sportlehrern Frau Gäßler und Herrn Beverung mit
großem Vergnügen in internationalen Teams NBA 2Ball.
Leider mussten die Franzosen am Samstag ihre
Rückreise antreten und wurden tränenreich am Bahnhof
von ihren Partnern und deren Familien verabschiedet.
Doch schon bald werden sich die Austauschpartner
wiedersehen: Die Deutschen fahren vom 2. bis zum
7. Mai nach Frankreich.
Der Austausch war ein großer Erfolg
und alle Beteiligten hoffen, ihn in den nächsten
Jahren wiederholen zu können.
Das Albert-Einstein-Gymnasium hat zwar seit langem
sehr gut funktionierende Austausche mit dem Collège
Fénelon im renommierten 8. Pariser Arrondissement
für die Jahrgänge 8, 9 und 10, aber stets sind die
Anmeldezahlen größer/höher als die zur Verfügung
stehenden Plätze. Daher waren die Einsteiner Lehrer
und Schüler sehr froh, als sich diese weitere Austauschaktivität
aus unserem ersten Comenius-Projekt, an dem auch
das Collège Le Parc aus Saint-Maur-des-Fossés beteiligt
war, ergeben hat.
(Bettina Schröder-Brautlecht
für die Gruppe)

19.02.2011 Verleihung der DELF-Diplome
Am 19.02.2011 konnten nach langem Warten
endlich die Diplome der DELF-Prüfung (Diplôme
d'Etudes en Langue Française, Niveau A2) an
die Schülerinnen und Schüler verliehen werden.
Die neun Teilnehmer hatten im Juni eine
schriftliche und eine mündliche Prüfung in den
Bereichen Hörverstehen, Leseverstehen, freies
Schreiben und freies Sprechen abgelegt und mit
Erfolg bestanden.
Herzlichen Glückwunsch!!!

(v.l. Mme Gori (VHS-Hameln))

Das Albert-Einstein-Gymnasium nimmt zum wiederholten
Male am Prix des Lycéens allemands teil - 2010/2011
Ganz aktuell:
Der diesjährige Preisträger des Prix des lycéens
allemands wurde am Donnerstag, 24.03.2011, von den
SchülervertreterInnen der 16 Bundesländer im Institut
français in Leipzig gewählt.
Zum Dokument
Pressemitteilung Bundesentscheid
Informative Links zum Prix
des lycéens allemands:
http://www.institut-francais.fr/-Prix-des-Lyceens-?lang=de
http://www.facebook.com/album.php?fbid=119650991445055&id=101328669943954&aid=23252
http://www.france-blog.info/photos/pdl-2011-500/pdl-2011-1.html
http://fr-fr.facebook.com/people/Prix-Des-Lyc%C3%A9ens-Allemands/100001556941502
http://www.institut-francais.fr/prixdeslyceens/spip.php?rubrique4&lang=fr

Bei der Vorbereitung im Institut Français de
Leipzig

Bei der Präsentation kurz vor der Preisverleihung

Felix Schmidt: 1. Reihe, 2. v.l. Dame mit Blumen:
Marie-Sabine Roger, Autorin des Gewinner-Buches „La
tête en friche! Herr rechts außen: Seine Exzellenz
M. Maurice Gourdault-Montagne, Botschafter
Frankreichs in Deutschland Dame links hinter
dem Botschafter: Mme Eva Kavan, Autorin
von „Ne plus vivre avec lui“
Beim Landesentscheid
des 'Prix des Lycéens allemands' in Hannover hatte
Felix Schmidt (Jg. 11) am 16.02.2011 die Landesjury
überzeugen und in einer Diskussion über vier ausgewählte
französische Werke den Wettbewerb für sich gewinnen
können.
Zum Dokument
Landesentscheid
Zur Seite
Pressespiegel
Zur Entwicklung 2010/2011:
Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligt
sich unser Gymnasium am Prix des Lycéens allemands.
Der Prix des Lycéens allemands ist die deutsche
Version des in Frankreich renommierten Prix Goncourt
des Lycéens. Beim „deutschen Prix“ handelt
es sich um eine Initiative der Kulturabteilung der
französischen Botschaft, den französischen Kulturinstituten
in Deutschland (Instituts français), den Kultusministerien
der Bundesländer, dem Ernst-Klett-Verlag sowie der
Leipziger Buchmesse.
Den Prix, wie er kurz in Deutschland genannt
wird, gibt es bereits seit Oktober 2004. Damals
nahmen 200 Gymnasien bundesweit teil, 2010 waren
es schon 343.
Worum geht es bei dem Prix? Deutsche Gymnasiasten
lesen ausgewählte zeitgenössische Titel der französischen
Jugendbuchliteratur und entscheiden in mehreren
Wahlgängen über das ihrer Ansicht nach beste Werk.
Dieses erhält vom Klett-Verlag ein Preisgeld von
5.000 €, die zweckgebunden für die Übersetzung
des Gewinnertitels in die deutsche Sprache zu verwenden
sind. Dieses Buch steht dann in den meisten Jugendbuchabteilungen
deutscher Bibliotheken. Zudem erscheint im Klett-Verlag
eine annotierte Ausgabe in französischer Sprache
für den Fremdsprachenunterricht. Für den Autor des
Gewinnertitels handelt es sich also um eine lukrative
Angelegenheit!
Was aber haben die deutschen Gymnasiasten davon?
Zum einen erhalten sie Einblick in das in Frankreich
sehr populäre Verfahren der Literaturwahlen, von
denen es rund zehn sehr bekannte gibt. Zum anderen
können sie zeigen, dass sie in der Lage sind, neben
dem normalen (Französisch-) Unterricht, vier komplette
Werke in der Fremdsprache zu lesen, darüber zu diskutieren
und eine begründete Entscheidung bezüglich der Akzeptanz
und Qualität dieser Werke zu treffen. Außerdem sind
die Schülerinnen und Schüler, die am Prix teilnehmen,
automatisch Mitglieder einer Schuljury. Für die
Schüler ist auch interessant und lehrreich, an den
im Rahmen des Prix angebotenen Lesungen teilzunehmen.
Die Lesungen ermöglichen ihnen, die Schriftsteller
kennen zu lernen und mit ihnen über ihr Werk zu
diskutieren.
Unser Kurs nahm am 19.11.2010 an einer Lesung
mit Mireille Disdero teil.
Welche Werke waren für den Prix 2011 vorgeschlagen?
Silence, on irradie von Christophe Leon:
Drei Kinder erleben die Explosion eines nahe
ihres Dorfes gelegenen Atomkraftwerkes.
La Tête en friche von Marie-Sabine Roger:
Germain, 45 Jahre alt, und Margueritte, 86 Jahre,
erleben eine ungewöhnliche Freundschaft.
16 ans et des poussières von Mireille Disdero:
Ein junges Mädchen aus einem Marseiller
Problemviertel erlebt ihre erste Liebe.
Ne plus vivre avec lui von Eva Kavian: Ein
junges Mädchen muss den frühen Tod ihres Vaters
überwinden.
Wer gern weitere Informationen
über den Prix oder die ausgewählten Werke sucht:
http://www.kultur-frankreich.de/prixdeslyceens/
Urkunden für die Teilnehmer am "Prix des lycéens
allemands" (01. März 2011) Herr Weber hat dem
Kurs 2FrEa, der am "Prix des lycéens allemands"
teilgenommen hat, die Urkunden des Institut
Français Bremen (im Auftrag des Kulturbüros
der Französischen Botschaft in Frankfurt am
Main) am 01. März 2011 überreicht.

Für die Teilnahme
am Prix 2011 wurde am Albert-Einstein-Gymnasium
der Französischkurs auf erhöhtem Niveau im Jahrgang
11 ausgewählt. Dazu gehören die folgenden Schülerinnen
und Schüler: Nazlican Batasul, Merle Baumgarten,
Vanessa Bertram, Ann-Marie Brandt, Frederic Björn
Falke, Sina Fricke, Gesa Christiane Höpner, Nina
Karakidis, Reinhard Kevin Kessing, Wybke Eva Maar,
Jonas Möller, Jessica Neufeld, Alexandra Petrusch,
Hanna Preiß, Lara Rennen, Felix Schmidt, Max Lasse
Siegmann, Inga Wiesner und Natasha Zieseniß. Ab
Beginn des neuen Schuljahres lasen die Schüler die
vier Werke und entschieden sich am 17.01.2011 für
das ihrer Meinung beste und das zweitbeste Buch.
Da wir bis zum Endentscheid zum Stillschweigen verpflichtet
sind, können wir die Titel der erst- und zweitplatzierten
Bücher hier leider noch nicht bekannt geben. Dies
ist erst nach der Entscheidung der Schüler-Bundesjury,
die im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 17. und
18. März 2011 stattfinden wird, erlaubt.
Am 17.1.2011 wählte der Kurs aber auch seinen
Vertreter für die Landesjury am 16.02.2011, Felix
Schmidt, sowie die Stellvertreterin für unser Gymnasium,
Nazlican Batasul.
Autorin: Bettina Schröder-Brautlecht
für den Kurs 2FrEa

Einsteiner nehmen an einer französischen Literaturlesung
teil - 2010
Am 19.11.2010 nahmen einige Schülerinnen des
Französisch-Kurses auf erhöhtem Niveau im Jahrgang
11 im Rahmen des Prix des Lycéens allemands an einer
Literaturlesung im Gymnasium Josephinum Hildesheim
teil.
Frau Mireille Disdero, Autorin des Werkes 16
ans et des poussières, präsentierte ihr Werk auf
Einladung des Hildesheimer Gymnasiums und des Institut
Français Brême vor Schülerinnen und Schülern aus
ganz Niedersachsen.
Zunächst stellte die französische Autorin den
Verlauf ihrer Lesung vor. Infolgedessen konnten
wir uns bereits auf die Lesung zweier Auszüge aus
ihrem Roman 16 et des poussières (übersetzt etwa „16
Jahre und ein paar Zerquetschte“) mit darauf
aufbauenden Fotoreihen Marseilles freuen. Die Darstellung
Marseilles (dem Ort der Handlung) erwies sich als
ein hilfreiches Mittel zur Vergegenwärtigung der
beschriebenen Atmosphäre.
Abschließend beantwortete Mireille Disdero die
von der zahlreich erschienenen Zuhörerschaft gestellten
Fragen über ihre Arbeit und fand somit einen angenehmen
Abschluss, welcher keine der Fragen offen ließ.
Schlussendlich können wir sagen, dass uns dies,
als unsere erste Vorlesung, sehr gut gefallen hat,
da wir zudem gut mit unseren Französischkenntnissen
auskamen.
Autorin: Wybke Maar für den Kurs 2FrEa

Diktat in Saint-Maur-des-Fossés - 19. bis 21.
November 2010
Unsere Reise begann im Hamelner Bahnhof, von
dem wir mit der S-Bahn nach Hannover, von dort mit
dem ICE nach Frankfurt und von dort aus wiederum
mit einem weiteren ICE nach Paris reisten. Anschließend
nahmen wir den Vorstadtzug, die RER, um endgültig
zu unserem Austauschort Saint-Maur im Vorstadtbereich
Val-de-Marne zu gelangen. Am ersten Abend war es
deshalb nicht mehr möglich, etwas zu unternehmen
oder zu besichtigen; stattdessen gab uns der Abend
die Gelegenheit, unsere jeweiligen Gastfamilien
kennenzulernen.
Am Morgen und Vormittag des folgenden Tages erlebten
wir den französischen Schulalltag in einem Wohnviertel
außerhalb des Zentrums von Paris, genauer genommen
den Unterricht der neunten Klassen im Collège Le
Parc. Dieser war im Vergleich mit unseren Erfahrungen
im Collège Fénelon des achten Arrondissements eher
entspannt und angenehm, zugleich doch nicht eines
merklich geringeren Niveaus angesichts des mittelalterlichen
Gedichts, das im Französischunterricht von mehreren
Schülern auswendig vorgetragen werden musste.

Halle im Rathaus, in der das Diktat stattfand
Am Nachmittag dieses Tages kamen wir schließlich
zum Grund unseres Aufenthalts, dem Dictée de Saint-Maur,
an dem wir als Ausländer zusammen mit einigen Italienerinnen,
zwei weiteren Deutschen aus Pforzheim und ebenso
zwei Deutschen aus Hameln in der Gruppe für die
französische Ecole Primaire teilnahmen. Abgesehen
von dieser Gruppe gab es zwei weitere Gruppen: eine
für Erwachsene und eine für das Collège. Uns kam
allerdings die Akustik der großen Halle zusammen
mit dem über Lautsprechern vorgelesenen Text nicht
besonders entgegen: War der Diktattext doch weder
auf inhaltlicher noch auf sprachlicher Ebene besonders
kompliziert, wurden auf diese Weise vorgetragen
manche Passagen schon für uns unverständlich. Auf
das Diktat folgte die Preisverleihung der Schüler
der Ecole Primaire und die Diktate der anderen beiden
Gruppen. Dies gab uns nun die Gelegenheit, den Ort
zusammen mit den Organisatoren des Austauschs und
den anderen vier Deutschen zu erkunden, wobei wir
zum Beispiel das Theater und die Stadtbibliothek
besichtigten.

Treppe im Rathaus von Saint-Maur-des-Fossés
An diesem Abend war noch ein Essen im Namen des
Austauschs geplant mit allen beteiligten französischen
Offiziellen, den teilnehmenden Ausländern und deren
Austauschschülern. Dieses Zusammentreffen ließ uns
die Bekanntschaft insbesondere der anderen Teilnehmer
aus Deutschland und Italien machen.
Der nächste und letzte Morgen, Sonntag, hätte
uns ein wenig Zeit gegeben, noch mehr von Saint-Maur
oder Paris zu entdecken, wenn wir es gewünscht hätten.
Jedoch zogen wir auch aufgrund unserer bereits fortgeschrittenen
Kenntnisse der Umgebung vor, den Morgen in Ruhe
und mit der Gastfamilie zu verbringen, bevor wir
in Paris unsere Rückreise antraten. Diese verlief
ebenso wie die Hinreise trotz geringer Verspätungen
ohne nennenswerte Probleme, betrübte uns aber doch
mehr, da wir nun wieder Frankreich verließen.
Insgesamt kann gesagt werden,
dass dieser kurze Austausch uns die Möglichkeit
gegeben hat, selbstständig nette Leute und das Frankreich
außerhalb des Zentrums der Hauptstadt kennenzulernen,
welches uns beiden gut gefallen hat.
Autoren: Kevin Kessing und Felix Schmidt
(Jahrgang 11)

Diktatwettbewerb in St Maur 2008
Am 21. November 2008
fuhr ich zusammen mit Franziska Schulte vom Schillergymnasium
nach St. Maur, der Partnerstadt Hamelns, in der
Nähe von Paris. Der Grund unserer Reise war der
alljährliche Diktatwettbewerb. Nach unserer Landung
am Flughafen Charles de Gaulle wurden wir von einem
netten Herrn abgeholt, der uns anschließend zum
Mittagessen in einem schicken Pariser Restaurant
einlud. Zum ersten Mal in unserem Leben probierten
wir Austern, die uns geschmacklich jedoch nicht
überzeugten. Im Anschluss fuhr er extra für uns
die Champs Elysées hinunter, um uns den Weihnachtsmarkt
zu zeigen, der jedoch dem Standard eines deutschen
nicht gerecht wurde. Danach fuhr er uns nach St
Maur und stellte uns der Familie Ugazio vor, die
uns für die zwei Tage in ihrem netten kleinen Haus
aufnahmen. Die zwei Töchter waren sehr nett und
auf geschlossen, sodass wir schon bald über die
Unterschiede des französischen und deutschen Schulsystems
diskutierten. Das Abendessen gab es dann zusammen
mit der Familie, und wurde traditionsgemäß mit französischem
Käse abgeschlossen. Nach ein bisschen französischem
Fernsehen gingen wir dann schlafen.
Am nächsten Morgen wartete
ein leckeres Frühstück zusammengestellt aus verschiedenen
Baguettesorten auf uns. Anschließend begleiteten
wir die Mutter mit ihren Töchtern auf den Markt.
Am Käsestand wurden wir sehr nett beraten und bekamen
unsere Käseauswahl zu einem Sonderangebotspreis.
Nach diesem kleinen Ausflug wurde es dann erst.
Während wir mit der Familie zu Mittag aßen, bekamen
wir die letzten Tipps in Bezug auf die Bezeichnung
der einzelnen Satzzeichen und die Rechtschreibung
schwieriger Wörter, wobei sich hier auch die Familie
nicht immer einig war.
Dann ging es ins Rathaus,
welches schön dekoriert und gefüllt war mit Schülern
jeden Alters aus verschiedenen Nationen. Franziska
und ich bekamen eine Nummer und einen Platz zugewiesen.
Ich saß zwischen zwei Italienerinnen aus Rimini.
Dann ging es los.
Das Diktat an sich war
recht kurz, jedoch voller schwer erkennbarer Eigennamen.
Danach sollten wir noch einen Zettel ausfüllen,
der aus Buchstaben- und Wortspielen bestand. Die
internationalen Teilnehmer wurden zum Srabble-Turnier
geschickt, auf Französisch, versteht sich. Gleich
im Anschluss folgte die Preisverleihung. In
der Kategorie, in der Franziska und ich teilnahmen,
die "Non-francophone", gewann ein Schüler
aus Pforzheim. Den Pokal für den Sieg beim Srabble-Tunier
gewann überraschenderweise ich.
Danach führte uns Familie
Ugazio durch St Maur, bevor es zum großen Abschlussabendessen
mit allen Beteiligten ging. Das Zusammensein vieler
Nationen bereitete viel Gesprächsstoff und so verbrachten
wir einen netten Abend. Am Nächsten morgen fuhren
wir mit M. Ugazio nach Paris, bewunderten die Weihnachtsdekoration
der "Grands Magasins" und tranken
einen Kaffee auf den Champs Elysées. Danach ging
es dann leider auch schon wieder zum Flughafen und zurück
nach Hameln. Die Zeit war zwar bloß kurz, jedoch
erlebnisreich und interessant.
Autorin: Lina Charlotte Hedemann

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