Lehrkräfte
Herr Dr. Günther
Frau Schröder-Brautlecht
Frau Schroth
Einleitung
In der Oberstufe besteht
die Möglichkeit, alternativ zu Religion und
Werte und Normen am Albert-Einstein-Gymnasium
das Fach Philosophie zu wählen. Womit beschäftigt
man sich im Philosophieunterricht? Im Philosophieunterricht
soll man lernen, das auf geschulte Weise zu
tun, was jeder Mensch tut, wenn er über sein
Leben und über seine Stellung in der Welt nachdenkt.
Fragen der Philosophie sind in diesem Sinne
etwa:
"Wer (oder was) bin ich?"
"Gibt es eine Seele?"
"Wie soll ich leben?"
"Was ist der Sinn des
Lebens?"
"Gibt es einen Gott?"
"Was ist Erkenntnis?"
"Sind die Erkenntnisse,
die uns in den Wissenschaften überliefert sind,
zuverlässig?"
.....
Indem man sich mit
dem Denken großer Philosophen auseinandersetzt,
lernt man, wie man an solche Fragen systematisch
herangeht. Das Ziel in der Auseinandersetzung
mit den großen Denkern ist jedoch immer, zu
lernen, einen eigenen Standpunkt einzunehmen
und diesen angemessen zu begründen.
Was muss man mitbringen?
Philosophisches Denken
erfordert ein hohes Maß an Eigenständigkeit.
Förderlich sind ebenfalls Geduld, Ausdauer und
der Wille, einer Sache wirklich vernünftig auf
den Grund zu schauen.
Philosophie im Abitur?
Seit 2010 kann Philosophie
am AEG auch als Abiturfach auf Grund- oder auf
erhöhtem Niveau gewählt werden. Alternativ zu
Religion bzw. Werte und Normen kann Philosophie
als Pflichtbelegung in den Jahrgängen 11 bis
13 gewählt werden.
Autor: Dr. Günther

Rattenscharfes Denken -
ein Philosophieprojekttag
am AEG am Montag 21.6.2010
Heute morgen um 7.50
Uhr versammelten sich 154 SchülerInnen des Jg.
5 und 40 SchülerInnen der Jg. 9-12 in der Aula;
sie warteten gespannt und neugierig auf den
ersten Philosophieprojekttag am AEG.
Nach einer kurzen Begrüßung
gingen die Fünftklässler in 15 Gruppen aufgeteilt
mit je 2-3 betreuende SchülerInnen zu den verschiedenen
Räumen im Gebäude Albert. Dort erstellten sie
einfallsreiche und gelungene Collagen zum Thema "Denken".
Anschließend erprobten
sie selber, was unser Gehirn leisten kann und
erkannten, was unser Denken nicht kann.
Durch offensichtliche
und versteckte Widersprüche, Irritationen und
Knobeleien eröffnet sich so spielerisch ein
erster Zugang zur Philosophie, deren Anfang,
wie Aristoteles sagt, im Staunen liegt. Das
Erstaunen über die Welt und über das Selbstverständliche
und Gewohnte lässt Kinder grundsätzliche Fragen
über uns, die Menschen und über die Gründe und
Ursachen von allem, was ist, formulieren.
Dass Philosophie nicht
identisch ist mit "Denksport" oder "Gehirnjogging",
wurde durch die thematische Auseinandersetzung
mit einem konkreten ethischen Thema deutlich:
Was macht einen guten Freund aus? Warum sind
Freundschaften für mich wichtig? Darf ich meinen
Freund verraten, wenn er einen Fehler begangen
hat? Mit diesen Fragen haben sich die SchülerInnen
in Form von Rollenspielen und Fragebögen eigenständig
und lebensnah auseinandergesetzt.
Um das geweckte Interesse
für philosophische Fragestellungen zu vertiefen,
sammelten die Gruppen ihre eigenen rattenscharfen
Fragen. Ausgewählte Fragen wurden auf Postkarten
geschrieben und an verschiedene Personen des
öffentlichen oder akademischen Lebens gesendet:
Wir sind gespannt, wie viele Antworten wir auf
diese philosophische Postkartenaktion bekommen
werden!
Abschließend versammelten
sich alle auf dem Pausenhof: Bei Sonnenschein
fand die Prämierung der Gruppe, die das beste
Plakat gebastelt hatte, statt.
Es bleibt noch hervorzuheben,
dass dieser gelungene Projekttag nicht möglich
gewesen wäre ohne die tatkräftige und engagierte
Mithilfe der vielen SchülerInnen aus Jg. 9-12,
die ihre Gruppen durch diesen Tag führten. Sowohl
in Bezug auf die zuverlässige und freundliche
Betreuung als auch in Bezug auf kluge inhaltliche
Unterstützung bei den Aufgaben habt ihr die „Kleinen"
gut und mit großer Einsatzbereitschaft begleitet:
Vielen herzlichen Dank an euch alle!
Autorin: Inez Schroth
Antworten und Reaktionen
finden Sie auf der
rattenscharfen Seite.
