Projekt Jung trifft Alt
Schüler des AEG zu Besuch in Seniorenheimen
„Einfach mal eine Freude machen“ –
unter diesem Motto besuchten die Klassen 9 Lb (Leitung:
Frau Hentschel), 9 Fb (Leitung: Frau Stemme) und
der Vorchor des Albert-Einstein-Gymnasiums (Leitung:
Frau Dörner) am 17. und 19. Dezember die Seniorenheime „Zur
Höhe“ und die „Scharnhorst Residenz“,
um in der Vorweihnachtszeit mit selbstgebackenen
Leckereien im Gepäck zu singen und Sketche aufzuführen.
Anschließend saß man gemütlich zusammen, tauschte
sich aus oder bastelte gemeinsam Papiersterne.
Frau Weber, Pflegerin in der Scharnhorst-Residenz,
freute sich sehr darüber, wie höflich und offen
die jungen Menschen auf die Seniorinnen und Senioren
zugingen. „Nicht jeder freut sich auf Weihnachten.“,
stellte Senja aus der 9. Klasse fest. „Man
hat jedoch gemerkt, dass viele unseren Besuch positiv
aufgenommen haben.“ Eine Bewohnerin der Scharnhost
Residenz, Frau Wolters, betonte, dass man trotz
zahlreicher Angebote froh über jeden Besuch von
draußen sei, „auch wenn es nur für eine Stunde
ist“. Das Seniorenheim „Zur Höhe“
bedankte sich sogar mit einer Spende für den Förderverein.
Der Hintergrund des Besuches: In diesem
Schuljahr feiert das erfolgreiche
Sozialpraktikum des Albert-Einstein-Gymnasiums
sein zehnjähriges Bestehen. „Jung trifft Alt“
unterstützt den Austausch der Generationen und
soll die jungen Menschen nicht zuletzt auch für
den bevorstehenden demographischen Wandel
sensibilisieren. Die Schülerinnen und Schüler
treffen sich ab Februar über mehrere Wochen mit
einem Partner im Seniorenalter, um gemeinsam
Zeit zu verbringen und eine neue Perspektive
kennen zu lernen. Die jungen Leute können z. B.
den Senioren dabei helfen, den Computer
einzurichten, während diese von früheren Zeiten
berichten; man spielt gemeinsam Spiele, führt
spannende Gespräche oder geht gemeinsam ins
Theater Hameln, das als Kooperationspartner der
Schule in dieser Spielzeit wieder interessante
Stücke für beide Generationen im Programm hat.
Abgeschlossen wird das Praktikum mit einem
großen gemeinsamen Kaffeetrinken in der Aula des
Albert-Einstein-Gymnasiums.
Autorin: Victoria Stemme

10 Jahre Sozialpraktikum am Albert-Einstein-Gymnasium:
Jugendliche bieten Weihnachtsprogramm für Seniorenheime
Im aktuellen Schuljahr wird am Albert-Einstein-Gymnasium
bereits zum 10. Mal das Sozialpraktikum zur Förderung
des Kontakts und des Verständnisses zwischen den
Generationen stattfinden. Schülerinnen und Schüler
der 9. Klasse treffen sich über mehrere Wochen mit
Senioren, die sie speziell für das Praktikum kennenlernen.
Hemmungen, fremde und ältere Personen anzusprechen,
sollen so abgebaut und das Verständnis für die Perspektiven,
Gedanken und Erfahrungen Älterer erweitert werden.
Gerade Jugendliche kennen außerhalb der eigenen
Familie oft wenige Senioren. Themen wie der Wiederaufbau
nach dem Zweiten Weltkrieg oder der Kalte Krieg
sind abstrakte Lerninhalte aus dem Lehrplan –
erst im Kontakt mit Senioren wird vielen klar, dass
es sich weniger um Lernstoff, als um wahrhaftig
Erlebtes handelt. Doch zu Beginn des Praktikums
steht bei den Jugendlichen oft die Scheu im Vordergrund:
Wie soll man als 15jähriger auf unbekannte Senioren
eingehen? Worüber könnte man sich mit ihnen unterhalten?
Die zunächst groß erscheinende Kluft wird nach
ersten Gesprächen und Kontakten erfahrungsgemäß
schnell überwunden. In diesem Jahr haben sich die
Gymnasiasten für die Vorweihnachtszeit etwas Besonderes
ausgedacht: Die Klassen 9 Lb und 9 Fb unter der
Leitung von Victoria Stemme und Delia Hentschel
besuchen mit einem weihnachtlichen Programm zwei
nahe gelegene Seniorenheime. Zur Unterstützung wirkt
der Chor der 5. und 6. Klassen (Leitung: Maren Dörner)
mit. Ein Programm aus Gesang und Sketchen verbindet
neuere, bei den Jugendlichen beliebte Songs wie „Last
Christmas“ mit traditionellen Liedern wie „Süßer
die Glocken nie klingen“. Die Jugendlichen
üben in ihrer Freizeit die musikalische Begleitung
und Texte ein.
Bei der Vorfreude während der Vorbereitung auf
Seiten der Gymnasiasten und der Vorfreude der Senioren
nach Bekanntgabe der Termine wird schnell klar,
dass Senioren und Schüler außer ihrem Alter wenig
trennt. Gemeinsam ist uns die Vorfreude auf Weihnachten,
das christliche Fest der Nächstenliebe. In diesem
Fall sind unsere Nächsten nicht anderer Hautfarbe,
anderer Herkunft oder anderer dogmatischer Ansicht,
sondern schlicht und einfach nur anderen Alters.
Autorin: Delia Hentschel

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