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Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln

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Auslandskontakte & Schüleraustauschprogramme

„Wir sind wahre Freunde geworden“

AEG und Fénelon feiern 20 Jahre Austausch auch in Paris/ 
Médaille de Paris für Rainer Dannenberg und Wolfgang Weber

von Arno Krebbel und Sven Bottesch  - Zur Fotogalerie

Paris, Januar 2010. Rainer Dannenberg muss schmunzeln, als er in der ersten Reihe der Aula des Fénelon Sainte-Marie sitzt: Auf der Bühne vor ihm spielen sechs junge Schüler eine typische  Szene aus ihrem Schüleraustausch vor. Wenn zwei Kulturen sich begegnen, dann kann es schon mal zu amüsanten Missverständnissen kommen, aber vor Allem wächst man näher zusammen. Seit 20 Jahren schon organisiert Rainer Dannenberg als treibende Kraft den Schüleraustausch zwischen dem Albert-Einstein-Gymnasium und dem Fénelon Sainte-Marie – eine Erfolgsgeschichte: Mehr als 1200 Schüler haben in dieser Zeit an dem Projekt teilgenommen und jetzt wurde das Jubiläum an unserer Partnerschule in Paris gefeiert.

Während eines Festaktes in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula unterstrichen die beiden Schulleiter François Combescure und Wolfgang Weber die Bedeutung der Begegnungen deutscher und französischer Schüler in den vielfältigen Austauschprogrammen. Verschiedene Beiträge der Deutsch-Klassen und Musik-Gruppen rundeten das feierliche Programm ab. Als ein Höhepunkt der Veranstaltung erhielten die Schülerinnen und Schüler aus unseren neunten und zehnten Klassen ihre Urkunden für die Teilnahme am fünfwöchigen Austausch bzw. am Betriebspraktikum.

„Das war schon eine einmalige Erfahrung“, bestätigt auch der 14-jährige Henrik Fisser nach fünf Wochen am Fénelon in Paris. Unzähligen Schülergruppen hat Rainer Dannenberg in zwanzig Jahren diese einmalige Erfahrung schon ermöglicht und wurde dafür nun gemeinsam mit Schulleiter Wolfgang Weber ausgezeichnet. Beide bekamen für ihr Engagement die Médaille de Paris. In einer Feierstunde im Rathaus des achten Pariser Arrondissements, in dem das Fénelon liegt, erhielten sie ihre Auszeichnung von Bürgermeister François Lebel, der die Bedeutung von Austauschprogrammen wie diesem für die deutsch-französische Freundschaft hervorhob.

Dies tat auch Ludovic Mouton, Geschichtslehrer und Oberstufenkoordinator am Fénelon: Nach einem deutschen Mittagessen in der Schulkantine blickte er in seinem Vortrag – vorrangig für die neunten Klassen gedacht – auf die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland seit 1945 zurück. Mit einem Besuch des Salon de l’ADREP, der renommierten jährlich von Fénelon organisierten Ausbildungsmesse endete der Tag, an dem unsere beiden Schulen ihr zwanzigjähriges Austauschjubiläum feierten. Zwanzig Jahre, die der Schulleiter des Fénelon, François Combescure, treffend zusammenfasste: „Wir sind wahre Freunde geworden.“

Schüleraustausch Paris - 20-jähriges Jubiläum

Am Freitag, dem 11.12.2009 fand in der Aula das Albert-Einstein-Gymnasiums die Feier zum 20-jährigen Jubiläum unseres Schüleraustausches mit dem Collège/Lycée Fénelon-Sainte Marie (Paris) statt.
Zu den Fotos.

Sven Bottesch, Schüler aus unserem Doppeljahrgang, führte souverän über anderthalb Stunden durch ein abwechselungsreiches Programm.
Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule trugen in Gegenwart ihrer Direktoren Monsieur Combescure und Madame Walker maßgeblich zum Gelingen dieses seltenen Jubiläums bei.
Zum Pressebericht.

Autor: Till Becker

Veranstaltung zur Feier von "20 Jahre Frankreichaustausch"

Herr StD Weber kann in seiner Rede auf die stolze Zahl von mehr als 1200 Schülerinnen und Schülern verweisen, die seit 1989 an den vielfältigen Austauschprogrammen in Hameln und in Paris teilgenommen haben. 20 von ihnen sind in aktuelle Austauschmaßnahmen eingebunden und werden mit einem Diplom ausgezeichnet.

Herr Combescure betont, dass das Austauschmodell zwischen dem Albert-Einstein- Gymnasium und dem Collège/Lycée Fénelon für Frankreich einmalig ist. Wenn es allen Schulen gelänge, derartige Beziehungen zu pflegen, seien wir endlich auf dem richtigen Weg zum "Weltbürgertum".

Unter lautstarkem Applaus der vollbesetzten Aula gelingt die symbolische Verknüpfung der Internetseiten unserer beiden Schulen. Nach telefonischer Kontaktaufnahme lässt Webmaster Johannes Jürrens vor aller Augen das blau-weißrote Logo des Fénelon auf die Homepage des AEG wandern.

Beeindruckend für alle ist die Video-Direktschaltung nach Paris. Felix Schmidt und Vanessa Bertram unterhalten sich live mit ihren Austauschpartnern am Fénelon.

Herr Dannenberg, der seit 20 Jahren den Frankreichaustausch koordiniert, lässt in seiner an persönlichen Erlebnissen und Anekdoten reichen Rede die gemeinsame Geschichte der beiden Partnerschulen aufleben. Er erinnert an die schwierigen Voraussetzungen am Beginn eines deutsch-französischen Austausches und würdigt diesbezüglich die Leistung der Gasteltern.
"Die heute erreichte Normalität ist die besondere Leistung unseres Austausches".

Dem Film "Französisch für Anfänger" ist die Aufführung der noch jungen Theatergruppe um Frau Woitkewitsch unter Mithilfe ihrer französischen Kollegin Frau Bourgeon-Damour (Collège Fénelon) nachempfunden. Zum ersten Mal gibt es französisches Theater in unserer Aula! Dies wird mit großem Beifall belohnt.

Den musikalischen Akzent setzen zwei Tage nach ihrem erfolgreichen Adventskonzert der Vorchor, der Chor und das Orchester des Albert.Einstein- Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Laurenz und Frau Wolters. Nach dem Schlussakkord des "Cerf-volant" aus dem Film "Die Kinder des Herrn Matthieu" erhebt sich das begeisterte Publikum von den Plätzen und spendet lang anhaltenden Beifall.

Am Nachmittag werden die Gastschüler des Collège Fénelon mit ihren Direktoren von der Oberbürgermeisterin der Stadt Hameln, Frau Lippmann, im Hochzeitshaus empfangen.
Dies ist der würdige Abschluss eines nicht alltäglichen Jubiläums!

Autoren: Rainer Dannenberg und Arno Krebbel

Schüleraustausch
Albert-Einstein-Gymnasium Hameln - Collège/Lycée Fénelon Paris

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Mit "Voltaire" in Frankreich

Im Herbst 2007 erzählte unsere Französischlehrerin uns von dem sogenannten Voltaire-Programm, einem einjährigen Austausch zwischen deutschen und französischen Schülern. Dieser wird vom deutsch-französischen Jugendwerk organisiert. Hierbei leben die französischen Schüler zuerst 6 Monate bei ihrem jeweiligen deutschen Austauschschüler und anschließend verbringen die Deutschen 6 Monate in der französischen Gastfamilie. Da ich mich sehr für Sprachen interessiere, habe ich mich sofort näher erkundigt. Ende 2007 habe ich meine Bewerbung abgeschickt, um an dem Austausch 2008 teilnehmen zu können. Die Bewerbung bestand aus persönlichen Angaben, wie zum Beispiel Hobbys, Allergien etc. und einem französischen Text, in dem man die Motivation, am Austausch teilzunehmen, ausführen sollte.

Im Januar wurde mir schließlich ein Austauschschüler zugewiesen, der schon Ende Februar nach Deutschland kam. Am Anfang gab es ein paar Verständigungsschwierigkeiten und er war etwas schüchtern, doch das legte sich relativ schnell. Wir verstanden uns sehr gut, auch wenn wir eigentlich ziemlich viele verschiedene Interessen hatten. Ebenso konnte ich ihn mit in meinen Freundeskreis nehmen, sodass wir viel miteinander unternahmen. Allerdings war er nicht in meiner Klasse, da ihm von seiner französischen Schule bestimmte Fächer genannt wurden, die er in Deutschland auf jeden Fall abdecken sollte.

In den Sommerferien fuhren wir zusammen mit einer organisierten Freizeit nach Holland zum Segeln. Nach diesem Urlaub blieben nur noch ein paar Tage bis er wieder nach Hause fuhr. Wir haben gemeinsam entschieden, nicht zusammen nach Frankreich zu fahren, sondern eine zweiwöchige Pause zwischen den beiden Auslandsaufenthalten zu lassen. So konnte er sich wieder in Ruhe in Frankreich einleben und ich konnte mich ausgiebig von meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland verabschieden. Als ich nach Frankreich, genauer gesagt Auxerre, kam, hatte ich noch zwei Wochen Ferien. In diesen beiden Wochen hat mein Austauschschüler mir schon viele seiner Freunde vorgestellt, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstand. Dadurch unternahmen wir auch in Frankreich sehr viel gemeinsam. Ich denke, dass die deutschen Schüler ein wenig im Vorteil sind, da sie ihren Austauschschüler schon ziemlich gut kennen und der Einstieg in Frankreich dadurch viel einfacher ist.

Da es mit den verschiedenen Klassen in Deutschland so gut geklappt hat, wählte ich auch mein Profil in Frankreich unabhängig von ihm und kam somit in eine andere Klasse. Auch meine Mitschüler waren sehr offen und ich fand schnell Anschluss in der Klasse, obwohl diese mit 35 Schülern sehr groß war. Trotzdem waren alle Lehrer immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Glücklicherweise konnte ich auch in Auxerre meine Hobbys weiter ausführen.

Mit der Familie meines Austauschschülers hatte ich ebenfalls sehr viel Glück, da sie mir in allen Situationen gerne ihre Hilfe anboten. In den Herbstferien bin ich mit meinem Corres und seinem Vater an die Côte d’Azur gefahren, wo sie ein kleines Ferienhaus gemietet hatten. Die Weihnachtsferien haben wir zu Hause verbracht und über Weihnachten kamen die Großeltern zu Besuch.

Ende Januar war es für mich schon wieder an der Zeit, nach Deutschland zu fahren, die sechs Monate vergingen unheimlich schnell. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich wirklich froh bin, an dem Programm teilgenommen zu haben. Ich habe viele Erfahrungen gemacht, die französische Sprache und Kultur sehr viel besser kennen gelernt und viele tolle Menschen getroffen, mit denen ich auch jetzt noch Kontakt habe. Ich denke, dass mein Austauschschüler und ich uns noch oft gegenseitig besuchen werden.
 

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Autorin: Anne Nack, Klasse 11.4

 

FRANKREICHAUSTAUSCH der Jahrgänge 8 bis 11

Das Albert-Einstein-Gymnasium ermöglicht im Rahmen seiner Partnerschaft mit der Pariser Partnerschule Fénelon drei Austauschprogramme:

  • einen überwiegend landeskundlich orientierten Schüleraustausch des Jahrgangs 8 (ca. 10 Tage, ca. 25 TeilnehmerInnen)

  • einen sprachlichen Intensivkurs (Teilnahme am Unterricht der Partnerschule) für den Jahrgang 9 (ca. 5 Wochen, ca. 10 TeilnehmerInnen

  • und seit dem Jahre 2000 ein 3-wöchiges Betriebspraktikum in Pariser Betrieben in der Jahrgangsstufe 11 (max. 10 TeilnehmerInnen).
     

Autor: Rainer Dannenberg

 

 
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