Das Konzept für die Studien- und Berufswahlvorbereitung
am Albert-Einstein-Gymnasium Hameln
Aufgabe der Schule ist es, im Rahmen
der Studien- und Berufswahlvorbereitung sicher zu
stellen, dass die Jugendlichen ihr Recht auf freie
Berufswahl nach Artikel 12 des Grundgesetzes nicht
nur formal ausüben können. Sie muss vielmehr dafür
Sorge tragen, dass der gesamte Umkreis von Chancen
und Benachteiligungen, der mit dem Prozess der Berufswahl
mehr oder weniger sichtbar verbunden ist, den Jugendlichen
deutlich wird und sie diesen in ihre Entscheidung
einbeziehen können.
Berufswahlvorbereitung verfolgt
dabei im weitesten Sinne zwei Ziele. Zum einen sollen
das Berufswahlverhalten und die
Berufswahlentscheidung optimiert werden, zum
anderen sind die körperlichen
und geistigen Voraussetzungen sowie die Sozialkompetenz
für die Aufnahme einer Berufsausbildung bzw.
eines Studiums zu entwickeln.
Die inhaltliche
Ausgestaltung der Berufswahlvorbereitung hat zum
Ziel, eine breite Information über das
Berufsleben zu vermitteln, im Hinblick auf die
zu treffende Berufswahl Wertvorstellun-gen zu
thematisieren, die ein Individuum mit bestimmten
Aspekten der Berufswahl verbindet, Einsichten in
das Zusammenspiel von Wertvorstellungen,
Interessen, Fähigkeiten, Neigungen und
gesellschaftlichen Einflussfaktoren zu
vermitteln und eine Einschätzung der eigenen
beruflichen Möglichkeiten zu ermöglichen. Das am
AEG verwendete Verfahren der weitgehend freien
Wahl der Praktikumsplätze stellt hohe
Anforderungen an die Selbstständigkeit der
Schülerinnen und Schüler und trägt gleichzeitig
zur deren Stärkung bei. Dies gilt in besonderem
Maße für die Auslandspraktika.
Das Ergebnis ist eine deutliche Erhöhung des Selbstbewusstseins.
Insofern stellt die Studien- und Berufswahlvorbereitung
eine Umsetzung der im Leitbild genannten Erziehungs-
und Ausbildungsziele dar.
Da es sich bei der Studien-
und Berufswahl um einen höchst individuellen Prozess
handelt, der von Person zu Person mit unterschiedlicher
und meist nicht kontinuierlicher Geschwindigkeit
und Intensität verläuft, ist es erforderlich, in
allen Jahrgangsstufen Elemente der Berufswahl einzubinden,
den Prozess kontinuierlich zu begleiten und
Möglichkeiten zu vertieften Auseinandersetzung anzubieten. Um
den Heranwachsenden zu verdeutlichen, dass die Berufswahl
auch mit Entscheidungszwängen verbunden ist, ist
die Teilnahme an den Maßnahmen nicht in das Ermessen
der Schülerinnen und Schüler gestellt.
Realisierbar
sind die genannten Ziele der Studien- und Berufswahl
nur in enger Kooperation der Schule mit außerschulischen
Partnern, insbesondere mit der Berufsberatung der
Agentur für Arbeit und den Betrieben vor Ort.
Bausteine
der Studien- und Berufswahlvorbereitung am Albert-Einstein-Gymnasium
Hameln:
Bewerbungsschreiben
Unterrichtssequenz im
Deutsch-Unterricht der Jahrgangsstufe 9
Besuche
im Berufsinformationszentrum im Jahrgang 10
Umgang
mit einem Selbstinformationssystem und mit der Informationsfülle
durch die Entwicklung von Kriterien zur Bewertung
von Daten und Informationen (Vorfeld des Praktikums)
Nachmittagsveranstaltung / BIZ der Agentur für Arbeit
/ Erstkontakt mit der Arbeitsverwaltung
Betriebspraktikum
im Jahrgang 10
Schwerpunkt: Erkundung und vertiefte
Auseinandersetzung mit den Anforderungen in einem
bestimmten Beruf. Zielsetzung: Überprüfung der
eigenen Vorstellungen und Neigungen in einem selbst
gewählten Berufsfeld. Förderung der Entwicklung
eigener Kriterien für die Wahl einer Berufstätigkeit.
-
Vorbereitende Betriebsbesichtigung (im Halbjahr
vor der Praktikumsdurchführung / ein Vormittag)
-
Planspiel im Regenbogen zum Thema „Individuelle
Stärken und Berufsfindung“ (ein Vormittag)
-
Börse
für Praktikumsberichte (ein bis zwei Unterrichtsstunden
vor Praktikumsbeginn)
-
Zweiwöchiges Schülerbetriebspraktikum
(Frankreich drei Wochen)
-
Auswertung der Praktikumsberichte
/ Aufarbeitung der Ergebnisse im Unterricht Politik/Wirtschaft
Sprechstunde des Berufsberaters (Jahrgänge 10
bis 12)
Regelmäßige Anwesenheit des
Berufsberaters in der Schule Ziel: Kurzfristige
und wiederholte Erreichbarkeit im Zuge des
Studien-/Berufswahlprozesses
Bewerbungstraining
Durchführung möglichst mit externen Fachkräften
aus der freien Wirtschaft.
Nachmittagsveranstaltung mit interessierten
Schülerinnen und Schülern
Hochschulinformationstag für den Jahrgang 11
Besuch der Universität Hannover / allgemeine
Information und Information über spezielle Studiengänge
Teilnahme an den Berufsmessen für
die Jahrgänge 11 und 12 (Arbeitsagentur)
(Veranstaltung
außerhalb der Unterrichtszeit)
Einzelvorträge zu
einzelnen Studienschwerpunkten / Berufsfeldern
Durchführung
mit Ehemaligen, interessierten Personen aus dem
Umfeld oder den Studienberatungen der Universitäten
