Fahrten
Mehr als Käse und Clogs
Seminarfahrt nach Amsterdam vom
04. – 08. 10. 2010
Die beiden Seminarkurse „Menschen im Blick“ starteten
gegen halb acht am Montag, dem 4ten Oktober, mit der
Bahn in Richtung Niederlande. Nach dreimaligem
Umsteigen, sechs Stunden Fahrzeit und ein paar
Nickerchen später, kamen wir alle pünktlich um 13:40 Uhr
im Hans-Brinker-Hotel an. Die Bezeichnung Hotel scheint
in Amsterdam ein wenig anders als hierzu Lande definiert
zu sein, sodass uns eine „charmante“
Übernachtungs-gelegenheit im Jugendherbergsstil
erwartete. Hier der erste Tipp für zukünftige
Amsterdamfahrer: Mangels Schutzgeländer an den
Hochbetten, entweder schnell genug sein, um eines der
unteren Betten zu erwischen, oder aber sich niemals
umdrehen!
Kurz nach der Ankunft folgte sogleich die
Grachtenfahrt durch die Kanäle Amsterdams, die uns einen
ersten Einblick in die städtebauliche Struktur
Amsterdams und dem typischen architektonischen Stil der
Grachtenhäuser ermöglichte.
Auf den ersten Blick wirkte das geplante Programm
etwas erschlagend, jedoch wurden wir eines Besseren
belehrt. Trotz des teilweise straffen Zeitplans blieb
noch genügend Zeit, um Gassen, Geschäfte und Bars auf
eigene Faust zu erkunden. Wenn wir gerade einmal nicht
im Park oder an den Grachten entspannten, zeigten uns
die begleitenden Lehrer, Frau Juniel, Herr Schwandt,
Frau Friedrich und Herr Vieting, die facettenreiche
Kultur Amsterdams. Wir besuchten u. a. das Rijks-, Van
Gogh- und Fotomuseum (FOAM), das Rembrandthuis, das
Anne-Frank-Haus sowie Madame Toussauds. Gemäß unserem
Kursthema interessierten uns hier v. a. künstlerische
Menschendarstellungen und Biographien bedeutender
Persönlichkeiten Amsterdams.
Schülervorträge brachten den Kursteilnehmern außerdem
die unterschiedlichen Viertel Amsterdams näher. Das war
durchaus sinnvoll, da auf den ersten Blick die einzelnen
Straßen sehr ähnlich erscheinen, sodass der ein oder
andere nach einem Irrlauf in unbekannten Gegenden nur
mühsam das Hotel wiederfand. Deshalb hier ein weiterer
Tipp für Amsterdamreisende: Wer keinen
überdurchschnittlich guten Orientierungssinn besitzt,
sollte das Hotel niemals ohne Stadtplan verlassen! Da
dieses Gebot und auch das ein oder andere Verbot am Ende
von allen beachtet wurde, fanden wir uns abends immer
vollständig im Hotel ein, sodass wir alle wohlbehalten
am Freitagmorgen mit dem Zug `gen Heimat fahren konnten.
Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Amsterdam ist
in jedem Fall eine Reise wert!
Autorin: Zita Rode, DJ

Fahrt nach Kopenhagen
Moderne Aussichten,
historische Einführungen, spielerische Aktivitäten,
lange Fußwege und eine Menge Wind hatten wir, der
Seminarfachkurs Sf2c unter Leitung von Herrn T. Fiene in
Kopenhagen. Die Reise an sich, die natürlich nicht als
eine „Spaßreise“ geplant war, hatte schon einiges an
Vorlauf. Der gesamte Kurs wurde in Gruppen aufgeteilt,
die sich in Kopenhagen selbst mit einigen Projekten
beschäftigen sollten. Die Themen der Projekte waren zum
einen die Energiebilanz unserer Fahrt und zum anderen
die in Kopenhagen angebotenen Citybikes. Ebenfalls
gewählt wurden der Vergleich der Energiebilanzen von
Kopenhagen und Berlin, die Green Power Islands und
CO2-neutrales Kopenhagen.
Unsere Reise, die von Herrn
Alscher als zweite Aufsichtsperson begleitet wurde,
begann am Hamelner Bahnhof um sechs Uhr morgens. Nach
einer amüsanten Fahrt über Hannover, Hamburg und einer
Überfahrt mit einer Fähre kamen wir schließlich am
Kopenhagener Bahnhof an. In einem äußerst überfüllten
Bus der Linie dreißig erreichten wir dann das Hotel und
bezogen unsere Quartiere. Nachdem die Frage der
Bettenverteilung geklärt war, ging es auch schon auf die
Suche nach dem nächsten Supermarkt. Unser Weg führte uns
vorbei an schuhförmigen Häusern, einem schönen Park und
einem Golfcenter schließlich zu einem „Netto-Markt“.
Dort entdeckten wir eine Eigenheit Kopenhagens, die
unseren gesamten Aufenthalt beeinflussen sollte.
Kopenhagen ist TEUER! Anschließend an unseren Einkauf
besuchten wir noch ein Einkaufszentrum, gegen das das
ECE wie ein Tante-Emma-Laden aussieht. Nachdem wir uns
davon beeindrucken ließen, gingen wir zurück in unser
Hostel.
Unser normaler Ausflugstag
begann um 7:30 mit dem großen Kampf um die Duschen. Bis
zu zwanzig Kontrahenten drängelten sich im Waschraum um
einen möglichst guten Platz in der Duschreihenfolge.
Nach unserem Frühstück ging es dann mit einer
Stadtführung weiter, die interessanterweise von einer
Österreicherin geleitet wurde. Hierbei konnten wir die
Regierungsgebäude, die äußerst große Innenstadt, den
historischen Hafen und das Umweltgebäude begutachten.
Nach dem durchaus sehr interessanten Rundgang durch die
Innenstadt, der sein Ende bei der großen Wachablösung
hatte, stand das Experimentarium auf dem Tagesplan.
Dieses stellte sich allerdings als Enttäuschung heraus,
da es dem Phaeno in Wolfsburg oder auch dem Universum in
Bremen sehr ähnelte, wenn nicht sogar glich. Dennoch
hatte unsere Gruppe viel Spaß, denn es gab eine Menge
„Spielmöglichkeiten“, die zwar eher für die
Altersgruppen 6-12 gedacht sind, bei denen aber auch
wir, wenn auch manchmal etwas zweckentfremdet, unseren
Spaß haben konnten.
Am nächsten Tag ging das relativ
straffe Programm mit einer Führung durch die
Karlsberg-Brauerei weiter. Die amüsante Führung, die
immer wieder vom Steckenpferd unseres Führers, der
Klassifizierung von Flugzeugen, unterbrochen wurde,
endete bei der Verköstigung. Nachdem wir hier, natürlich
nur aus wissenschaftlichen Gründen, das dortige
Hauptprodukt getestet hatten, bekamen wir die
Möglichkeit, Kopenhagen eine Stunde lang auf eigene
Faust zu erkunden, um uns anschließend am Planetarium zu
treffen. Hierbei besuchten einige von uns auf Anraten
Herrn Fienes das Nationalmuseum. Dort sahen wir dann
einen 3D-Film, der die Lebensgeschichte eines
Urzeittieres beschrieb.
Am nächsten Tag hatten wir nach
dem Frühstück, das, wie hier noch anzumerken ist, immer
gut war, einige Stunden Freizeit, um an unseren
Projekten zu arbeiten und ein wenig vor Ort zu
recherchieren. Gegen 14:00 fuhren wir dann nach
Christiania, ein in der Nähe des Hafens gelegener
autonomer Stadtteil und ließen uns von einem berauschten
Fremdenführer mit beschränkten Deutschkenntnissen den
alternativen Lebensstil in dieser Freistadt zeigen. Am
letzten Abend in unserem Hotel war die Stimmung sehr
ausgelassen, was den Nachtwächter, der von uns auf Grund
des zur Überwachung gedachten Mikrofons an der Decke des
Ganges den Namen Stasityp bekommen hatte, auf den Plan
rief. Davon ließen wir uns natürlich nicht bremsen.
Dementsprechend ermüdet war am
nächsten morgen auch die gesamte Gruppe. Nach dem
Frühstück, das schon um 7:00 begann, machten wir noch
schnell ein Gruppenfoto und fuhren dann mit dem Bus zum
Bahnhof. Nach einer deutlich ruhigeren Fahrt als der
Hinfahrt kamen wir schließlich um 17:45 in Hameln an.
Zusammenfassend kann man sagen,
dass die Fahrt nach Kopenhagen ein sehr informatives und
amüsantes Erlebnis war, das den Kurs zusammengeschweißt
hat. Zudem ist Kopenhagen eine in Bezug auf das Thema
Energie sehr interessante Stadt. Das kann man schon an
der Vielzahl von Solarkollektoren auf den
Straßenlaternen, den LEDs in den Ampeln und den vielen
Windkraftanlagen ablesen. Daher ist diese Stadt ein sehr
gutes Ziel für einen Kurs, der seinen Fokus auf das
Thema Energie gelegt hat. Zudem hat auf unserer gut
geplanten Kursfahrt alles gut geklappt und uns ist
keiner verloren gegangen. Dies ist vor allem der guten
Planung unserer beiden Lehrkräfte Herrn Fiene und Herrn
Alscher zu verdanken.
Autor: Tobias Langer, DJ

Alle Wege führen nach Rom
auch der des Seminarfachkurses "Sozialer Strukturwandel"
Vom 30.06.2007 bis zum 07.07.2007 verweilte der Kurs
unter der stets freundlichen Leitung von Herrn Doktor
Wais und seiner Frau in Rom.
Nachdem wir am Samstagmittag im sonnigen Rom am
Flughafen ankamen, mussten wir feststellen, dass in
Italien Recht und Ordnung groß geschrieben werden. Da
sich Herr Wais mit einem Taxifahrer im Flughafen
unterhielt, was dort nicht erlaubt ist, musste unser
Lehrer zum Verhör zur Polizei, damit der straftätige
Taxifahrer angezeigt werden konnte. Nachdem diese
Angelegenheit geklärt war, fuhren wir mit dem Bus zu
unserem Campingplatz. Als wir unsere Sachen dort
abgeladen hatten, starteten wir sofort mit unserem
Programm. Wir besuchten das Thermen-Museum. Da uns
jedoch nicht die richtigen Öffnungszeiten vorlagen,
mussten wir den Besuch auf eine halbe Stunde
beschränken, da wir von dem Personal vor die Tür gesetzt
wurden. Etwas enttäuscht aber auch froh, dass der Tag
vorbei war, traten wir die Rückreise zum Quartier an.
Unser Programm in den nächsten Tagen war teilweise sehr
interessant. Zu den spannenderen Zielen gehörte unter
anderem das Colosseum oder auch die Innenstatt Roms an
sich mit dem Trevi-Brunnen. Nicht so spannend fanden
einige den antiken Hafen in Ostia. Aber auch der
standesgemäße Besuch des Vatikans gehörte zu unserem
Programm.

Der Garten der Villa d´Este |
Das Highlight dieser Reise war für alle der Besuch des
barocken Parks der Villa d’Este. Als wir den Park
besichtigten, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr
heraus. Wir bewunderten, wie vielfältig man einen Garten
mit Hilfe von Brunnen gestalten kann.
Den letzten Tag vor der Abreise hatten wir zu unserer
freien Verfügung. Einige Schüler nutzten den Abend um an
der spanischen Treppe mit anderen Jugendlichen zu
feiern. Das besondere an der spanischen Treppe ist
nämlich, dass sich dort die Jugendlichen aus aller Welt
abends treffen, um gemeinsam Rom zu genießen. Die
anderen Schüler zogen es vor auf dem Campingplatz zu
bleiben und in einer gemütlichen Runde zusammenzusitzen,
wie die Tage davor auch schon.
Am nächsten Morgen hieß es für alle früh aufstehen und
sich für die Abreise bereit zu machen. Am Flughafen
trafen wir zwei Kurse des Schiller-Gymnasiums, die auch
in Rom waren. Zusammen mit ihnen teilten wir das gleiche
Schicksal. Am Flughafen in Rom herrschte nämlich bei
unserer Abreise das totale Chaos. So kam es, dass wir
mit einer halben Stunde Verspätung aus Rom abflogen. In
Deutschland am Flughafen haben wir dann erfahren, dass
gerade mal sechs Gepäckstücke aus Rom mitgekommen sind.
Erst nach einer Woche hatten alle Schüler ihr Gepäck
zurück erhalten.
Unterm Strich war die Kursfahrt nach Rom eine wirklich
lohnenswerte Erfahrung, die zwar von einigen
Hindernissen geprägt war, letztendlich aber doch allen
gefallen hat.
Autor: Tim Beißner
Klassenfahrt der Fünften in den Solling - November 2007
Der noch ziemlich frisch
gebackene 5. Jahrgang unternahm vom 13. bis zum 15.
November - in zwei Abteilungen - seine schon
traditionelle Fahrt nach Silberborn/Solling. Als die
zweite Gruppe am Mittwochmittag die erste ablöste, hatte
der Wettergott eine wunderschöne Winterlandschaft
gezaubert, so dass Abreisende und Ankommende in den
Genuss erfrischender Schneeballschlachten kamen. Der
winterliche Spaß ging weiter, denn die Kinder konnten
Schneefußball spielen, Baby-Schneemänner bauen und durch
den verschneiten Wald des Hochsollings wandern.
Dazwischen wurde in den gemütlich warmen Tagesräumen der
Jugendherberge gebastelt, vorgelesen und gespielt.
Völlig selbstständig befassten
sich einige Schüler mit folgenden Fragen:
Sind offene Fenster geeignete
Ziele für Schneebälle? Wer verliert am schnellsten den
Zimmerschlüssel? Gehören Kleiderbügel in die Toilette
oder zerstückelt aus dem Fenster geworfen? Freut sich
mein Tischnachbar, wenn ich sein Essen mit Blumenerde
verfeinere? Werden Socken und Müll unter meinem Bett
eine willkommene Spende für die Nachbewohner sein?
Versüßt das rhythmische Behämmern der Wand mit einer
Cola-Flasche die mitternächtlichen Träume meiner
Zimmernachbarn? Diese und andere "Problemchen" halfen
den Lehrkräften sehr dabei, die Erziehungsaufgaben zu
erkennen, die von Schule und Elternhaus noch anzufassen
wären. In den Abschlussbesprechungen waren sich dann
alle Schülerinnen und Schüler einig, dass die
freundliche Jugendherberge, das gute Essen, die schöne
Umgebung und das bunte Programm eine insgesamt gelungene
Fahrt ergaben, bei der sie sich noch besser kennen
gelernt und ihre Klassengemeinschaft gestärkt haben.
Autor: Erik Hoffmann

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